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Domgrabungsmuseum

Mächtig steht er da, der Salzburger Dom. Täglich besucht von unzähligen Menschen, im Sommer Kulisse für den „Jedermann“, im Advent für den Salzburger Christkindlmarkt. Viel müssen diese Mauern schon gesehen und erlebt haben im Lauf der Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte.

Nach einer wechselvollen Geschichte, vielen Neu- und Umbauphasen, strahlt die Fassade nach einer Renovierung im Jahr 2009 in neuem Glanz. Die Ursprünge des Salzburger Doms reichen weit bis ins Mittelalter hinein. Das erste Bauwerk entstand sogar bereits 774 unter dem Heiligen Virgil. Davon ist heute allerdings nichts mehr zu sehen. Um mehr über die Geschichte „unseres“ Domes herauszufinden, steigen wir die Treppen hinunter zum Domgrabungsmuseum. Egal, wie das Wetter ist, hier unten ist es immer trocken und ein wenig kühl. Und still! Es ist eine fast ehrfürchtige Stille. Kein Wunder, tauchen wir doch ein in eine Zeit, die viele hundert Jahre zurückliegt.

Römische Villa und alte Dommauern

Die ältesten gezeigten Grabungsfunde gehörten zu einer römischen Villa aus dem späten 2., frühen 3. Jahrhundert. Diese Villa wurde auf den Resten eines noch älteren Hauses erbaut. Große Teile des ehemaligen Wohnbereiches sowie des sogenannten Peristyls, einem säulenumstandenen Innenhof, sind noch gut erhalten. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Römer schon eine Art Fußbodenheizung erfunden hatten? Gut sichtbar sind die Reste dieser eindrucksvollen Warmluftheizanlage. Von hervorragender Qualität sind auch die wunderbaren Mosaikfußböden.

Wir dringen tiefer in die Museumräumlichkeiten ein und stehen vor den mittelalterlichen Fundamenten des Mauerwerks der Westtürme des spätromanischen Domes. Direkt darunter wurden Reste des sogenannten Hartwigdoms, errichtet vor 1020, freigelegt. Auch Teile des Südturms und des Nordturm, Säulenfragmente aus Granit (beides aus dem 12. Jahrhundert) sowie das gotische Trichterportal aus einer Zeit zwischen 1452 und 1461 wurden entdeckt. Ein freigelegter Schacht eines Verbindungsbaus der Domprobstei aus der Renaissance (Mitte des 16. Jahrhunderts) diente möglicherweise als Käsekeller.

Tief beeindruckt und mit großem Respekt passieren wir die Mauern! Eine eigenartige und faszinierende Vorstellung, dass vor hunderten von Jahren hier Menschen gelebt, gearbeitet, gewohnt und gebetet haben.

Zurück in die Zivilisation der Jetztzeit machen wir noch einen Abstecher in den Dom. Den Blick hinauf zur Kuppel gewendet, lassen wir die Zeit Revue passieren. Schon beeindruckend, was Menschen damals und auch heute noch leisten können.

Öffnungszeiten:
Juli und August täglich 9 – 17:00 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten auf Anfrage
T +43-662-62 08 08-131
www.salzburgmuseum.at

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