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Die Kraft der Berge

Jetzt im Herbst ist die allerbeste Zeit, um unsere Berge zu erkunden. Ob Mountainbiken, sportliches Wandern oder sonstige Bewegung in der Höhenluft – eine Höhenstudie beweist, dass dies auch den Blutdruck senkt. Immer wieder zeigen Studien, welch positive Auswirkungen der alpine Sport für unsere Gesundheit hat.

Professor Wolfgang Schobersberger, ein gebürtiger Salzburger und derzeit Direktor des Instituts für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus in Tirol, führte kürzlich im Rahmen des Europäischen Forums in Alpbach aus, welch umfassende Auswirkungen aktuelle Studien hierzu zeigten: Zwei, drei Wochen Wandern senke etwa den Blutdruck deutlich. Bei sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck setzt die Medizin deshalb immer stärker auf Sport. Dabei wird Sport in den Bergen als Form der Therapie sowie zur Vorbeugung eingesetzt. Die Österreichischen Höhenstudien laufen bereits seit dem Jahre 2000 zu unterschiedlichsten Fragestellungen. „Die Ergebnisse rund um die Blutdruck senkenden Wirkungen des Bergwanderns bei Hypertoniker haben wir bereits 2003 erstmalig im renommierten European Journal of Allpied Physiology publiziert“, meint Schobersberger.

 Hochkönig

Es gehe dabei nicht um Spitzenleistungen, Berg-Sprints oder Marathon-Strecken, sondern um Wandern mit niedriger Herzfrequenz und über mehrere Stunden. Das wirke positiv. Man solle sich nicht überanstrengen – nicht der Gipfelsturm, sondern der Weg ist das Ziel, so Schobersberger. Erwiesenermaßen stärkt der regelmäßige Ausflug in die Berge das Herz- Kreislauf- System sowie das Immunsystem. Bergtouren beeinflussen den gesamten Fettstoffwechsel positiv, regulieren den Cholesterinspiegel und senken den Bluthochdruck.

Schritt für Schritt für mehr Wohlgefühl: Wandern ist auch förderlich für die Psyche, der Ausflug in die Berge steigert die Gesamtbefindlichkeit.

Wanderschuhe Alm in Grossarl

Wandern ist vor allem in der heutigen Zeit ein Zur- Ruhe- Kommen, das Stress deutlich reduziert und die Erholung fördert.

Eine andere aktuelle Studie aus Salzburg zeigt zusätzliche, positive Auswirkungen von Wandern auf unsere Gesundheit: Regelmäßiges Wandern verbessert Selbstwert, Schlafqualität und Appetit und verringert Depressionen, Hoffnungslosigkeit und Suizidgedanken. Das ist das Ergebnis der Studie „Übern Berg“ des Salzburger Universitätsklinikums. Hier unternahmen 20 Patienten innerhalb von neun Wochen zwei bis dreimal wöchentlich eine Wanderung in den Salzburger Alpen. Bei dieser Studie wurde festgestellt, dass Wandern und Naturerlebnis neben der medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlung der Patienten einen zusätzlichen therapeutischen Effekt hervorrufe, erklärte Dozent Reinhold Fartacek, ärztlicher Direktor der CDK und Leiter der Suizidprävention. Auf moderaten Bergsport wie Wandern, Biken oder Langlaufen könnte und sollte das Gesundheitssystem – Krankenkassen und Versicherungen – künftig gezielt setzen, so Professor Schobersberger abschließend.

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