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Der Salzburger Almenweg in zwei Wochen

Die 31 Etappen des Salzburger Almenwegs sind so gewählt, dass sie sich auch für Hobbywanderer und Familien bestens eignen. Der Genuss steht bei diesem einzigartigen Weitwanderweg im Mittelpunkt. Bei täglichen Gehzeiten zwischen etwa 4 und 7 Stunden, bleibt viel Zeit zum Staunen, zum Pause und Jause machen. Und auch mal dafür, um sich in einem der idyllischen Bergseen abzukühlen.

Ich träumte dagegen schon länger davon, den 350 Kilometer langen Salzburger Almenweg am Stück zu gehen. Und das in nur zwei Wochen – also einem Zeitraum, der für viele Gäste der Dauer ihres Jahresurlaubs in den Bergen entspricht. Den Genuss suchte ich besonders auch in der sportlichen Herausforderung, denn ich musste dafür mindestens zwei der Etappen an einem Tag bewältigen.

Am 1. Juli startete ich von Pfarrwerfen in das Abenteuer. Aber ist die doppelte Tagesleistung auch doppelter Genuss? Lesen Sie hier mein spannendes Tagebuch über einen Selbstversuch – mit so einigen Überraschungen.

92 Tage vorher – Zweite Chance für einen Traum

Es ist Ende März. Die Zeit, in der die Skisaison langsam zu Ende geht. Und in der die Bergwiesen, unterstützt von den warmen Strahlen der Frühjahrssonne, wieder mehr und mehr Raum von den Schneeflächen zurückerobern. Die ersten Bergtouren locken – ohne Ski. Das Jahr ist noch jung. Und ich bin am Überlegen, welche Touren-Highlights ich in diesem Jahr verwirklichen möchte. Ja, da gibt es einen Wunsch der schon lange in meinem Hinterkopf schlummert.

Um genau zu sein, seit über zwei Jahren. Damals war ich stellvertretender Chefredakteur beim ADAC reisemagazin und betreute ein Magazin über das Salzburger Land. Eines der geplanten Themen war der Salzburger Almenweg. 350 Kilometer ist er lang und führt an120 bewirtschafteten Hütten vorbei. Und auf einigen dieser urigen Hütten übernachtet man auch. Ich sah damals Fotos und war sofort fasziniert.Genau so hatte ich mir immer das Bergparadies vorgestellt. Ich überlegte: Wie wäre es also, wenn ich den Almenweg an einem Stück machen würde? Die 31 Etappen ein bisschen straffen, vielleicht sogar auf die Hälfte… dann wäre ich zwei Wochen unterwegs … und könnte darüber schreiben… Aber meine zahlreichen Schreibtischaufgaben machten auch diese zwei Wochen unmöglich. So vergab ich die Reportage schweren Herzens an meine Kollegin Katrin Parmentier.

Die beschränkte sich zwar auf eine besonders schöne Teiletappe, machte daraus aber eine geniale Reportage. Wer immer die gelesen hat, wollte sofort loswandern. Ich inklusive. Seit Anfang dieses Jahres habe ich mich selbstständig gemacht, bin mein eigener Chef. Auch, was meine Zeitplanung betrifft. Was spricht also dagegen, einen zweiten Anlauf zu wagen und mir den Traum endlich zu erfüllen? Eigentlich nichts. Zwei Wochen weg zu sein von einem Unternehmen im Aufbau, das ist in Zeiten von Blackberrys kein Problem mehr. Meine Frau Stefanie? Nein, sie hat nichts dagegen. Ich bin Sternzeichen Löwe. Und sie weiß, dass es keinen Sinn hat, mich selbst mit vernunftgeprägten Argumenten von irgendwas abhalten zu wollen.

Also kontaktiere ich Manuel Mayer von der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft. Ich hatte ihn bei der Zusammenarbeit fürs ADAC reisemagazin Salzburger Land kennen- und schätzen gelernt. „Was meinst Du“ frage ich ihn am Telefon, „wäre das ein Thema für Euch?“ „Aber sicher“ sagt Manuel. „Du könntest ein Tagebuch über Deine Erfahrungen schreiben.“ Ja, das war also die Geburtsstunde dieser Geschichte hier im Magazin, von dem Ihr gerade Teil 1 gelesen habt.

 

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Kommentare

  1. geschrieben von Wolfgang Budde

    Ich bin nicht ganz schwindelfrei. Welche Passagen/Etappen haben Pfade, die einseitig oder beidseitig steil abfallen? Hbe aber letztes Jahr die Alpen überquert Tegernsee – sterzig und dann noch bis Bozen.
    Vielen Dank für eine ehrliche >>Antwort
    LG Wolfgang

  2. geschrieben von Anna Höfer

    Hallo Martin!
    Meine Freundin und ich wollen ab dem 22. Juni den ersten Teil des Salzburger Almenweg gehen.
    Meine Frage wäre, ob die ersten 4 Etappen an zwei Tagen zu schaffen ist und was unbedingt im Rucksack nicht fehlen darf.

    Ich danke dir schon jetzt für deine Antowrt und wünsch dir noch einen schönen Tag.
    LG Anna

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