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Der Blick zu den Sternen

Schon immer waren die Menschen fasziniert von den Sternen. Wie sonst kann man sich jene Sehnsucht erklären, die zum Bau immer größerer und leistungsstärkerer Teleskope führt, mit denen man tiefer und tiefer ins Weltall blicken kann. Eines der leistungsstärksten Teleskope steht seit kurzem in der neuen VEGA-Sternwarte Haus der Natur im Flachgau. Mit ihm können nicht nur Wissenschaftler in ferne Galaxien blicken, sondern auch Leihen sich bei einem Besuch ganz der Faszination Astronomie hingeben.

Es sind die grundlegenden Fragen des Lebens, die uns immer wieder den Blick nach oben richten lassen. Sind wir alleine hier, gibt es da draußen noch anderes Leben und wenn ja, wann werden wir es entdecken? Oder werden vielleicht sogar wir entdeckt? In zahlreichen Filmen haben wir dieses Szenario schon dutzende Male erlebt, doch im wahren Leben haben die wenigsten von uns schon einmal einen genaueren Blick auf die Sterne werfen können. Durch die neue VEGA-Sternwarte Haus der Natur wird sich genau das jetzt ändern. Diese sieht sich nämlich nicht nur als reine Forschungseinrichtung, auch der gesellschaftliche Auftrag, den Menschen die Astronomie und die Weltraumforschung näher zu bringen, steht im Fokus.

©Atelier-Wortmeyer

Ground Control to Major Tom

„Bei den teleskopischen Sternführungen jeden Montag- und Dienstagabend erlebt man den Sternenhimmel auf ganz besondere Weise. An diesen Abenden kann man – klarer Himmel vorausgesetzt – die Sternwarte ohne Voranmeldung besuchen. Man kann weit entfernte Galaxien erspähen, die Ringe des Saturn entdecken oder aber die Krater am Mond zählen. Und das Erlebnis, mit seinen eigenen Augen die unendliche Weite unseres Universums zu erahnen, ist einzigartig,“ zeigt sich Helmut Windhager, Leiter der Sternwarte, begeistert über die neueste Errungenschaft Salzburgs beliebtesten Museums.  

Technisch spielt die neue Sternwarte alle Stücke und zählt zu den leistungsstärksten öffentlichen ihrer Art in ganz Europa. Zwei Teleskope stehen für wissenschaftliche und auch öffentliche Nutzung zur Verfügung. Das größere der Beiden, ein Ritchey-Chrétien-Cassegrain-Teleskop, hat einen Spiegeldurchmesser von 1.000 Millimetern und steht in einer Kuppel, die sich vollständig öffnen lässt. „Normalerweise stehen solche Teleskope nur Wissenschaftlern für ihre Forschungen zur Verfügung – auf der VEGA-Sternwarte Haus der Natur werden sie der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht,“ so Windhager weiter. Die Brennweite beträgt 7.000 Milimeter und je nach verwendetem Okular kann eine bis zu tausendfache Vergrößerung erreicht werden. Ein Wert, den man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen muss. Das Teleskop wird zur Beobachtung und zur Fotografie von weit entfernten Himmelskörpern verwendet.

Beam me up, Scotty

Auf die Öffentlichkeit wartet in der Sternwarte ein breites Angebot, um das Wissen über die Sterne und Planeten zu erweitern. Neben den bereits erwähnten Führungen, werden zu speziellen Anlässen auch immer wieder Sonderführungen angeboten. So zum Beispiel bei Mond- oder Sonnenfinsterniss, besondere Planetenstellungen oder auch dem Erscheinen der Perseiden oder Geminiden. Kinder und Jugendliche haben im Haus der Natur seit jeher eine besondere Stellung. Und so werden auch in der Sternwarte „maßgeschneiderte Angebote für Schulklassen und eigens entwickelte Unterrichtsmaterialien zur Auseinandersetzung mit astronomischen Themen im Unterricht,“ angeboten. Zudem trifft sich die Jugendgruppe ‚Albedo‘ jeden letzten Donnerstag-Abend des Monats zum ‚Jugend-Astro-Abend‘ auf der Sternwarte.

Wenn auch Sie sich immer wieder einmal dabei erwischen, sehnsüchtig zu den Sternen zu blicken, Captain Kirk und Luke Skywalker immer noch zu ihren großen Helden zählen und für Sie ein ‚Star‘ nicht automatisch einer jungen, blonden Sängerin gleichkommt, dann nutzen Sie doch die Chance, und besuchen die neue Sternwarte Haus der Natur. Bereuen werden Sie es sicher nicht. Und jetzt…beam me up, Scotty!

©Simmerstatter

VEGA-Sternwarte Haus der Natur
Museumsplatz 5
5020 Salzburg
Weitere und aktuelle Informationen

Anreise mit dem Auto ab Salzburg

Verlassen Sie Salzburg auf der Itzlinger Hauptstraße, die zuerst zur Oberndorfer Straße und dann zur Lamprechtshausener Straße wird. Folgen Sie dieser bis zur Abfahrt Weitwörth/Nußdorf. Biegen Sie dann rechts ab Richtung Nußdorf und beim Ortsschild „Schlößl“ erneut rechts ab Richtung Kaiserbuche. Parken Sie beim Gasthaus „Zur Kaiserbuche“ und folgen Sie dem Forstweg etwa 200 Meter bis zur Sternwarte. Alternativ können Sie auch die Route über Obertrum wählen.

Wenn Sie ein Navigationssystem nutzen, verwenden Sie bitte die Adresse ‚Kaiserbuche 1, 5162 Obertrum am See‘

Vorsicht: Nur wenige Parkplätze stehen zur Verfügung – bitte Fahrgemeinschaften bilden

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Kommentare

  1. geschrieben von Bernd Rogge

    Finde ich großartig, dass die Allgemeinheit dort die Sterne beobachten kann. Bin aus Hannover , mache aber gern Urlaub in Forstau, beim Draxlerwirt

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