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Alpiner Büchergipfel, höchst erlesen!

Ein literarischer Streifzug auf der Staumauer der Hochgebirgsstauseen Mooserboden in Zell am See-Kaprun sorgt für stille Momente bei wanderfreudigen Leseratten. Sehr prickelnd kann es jedoch zuvor schon für Mutige werden – bei einer abenteuerlichen Klettersteig-Begehung direkt an der 107 m hohen Staumauer.

Einen Ausflug nach dem Motto „still & prickelnd“ verspricht der Büchergipfel hoch oben im alpinen Umfeld des Stausees Mooserboden. Schon 2017 sorgten die Kapruner Buchhändlerin Susi Riedlsperger und der bekannte Kabarettist Peter Blaikner mit seinen „Pinzgauer Geschichten“ für erlesene Momente auf 2.000 m unter freiem Sternenhimmel. Wer zuvor noch eine gehörige Ladung Adrenalin durch seine Blutbahn jagen will, der legt den Klettersteiggurt an und stellt sich der Herausforderung „Mobo 107“ – dem im Juli 2017 eröffneten Klettersteig direkt an der Staumauer.

Der Mobo 107 im Überblick.

Der Mobo 107 im Überblick.

Die beiden Kapruner Hochgebirgsspeicherseen Mooserboden und Wasserfallboden sorgen für elektrischen Strom aus Wasserkraft. Das dafür genutzte Wasser ist zu einem großen Teil Schmelzwasser des Großglockners, das am Pasterzengletscher im Stausee Margaritze gesammelt und durch einen 11,6 km langen Stollen in den Speichersee Mooserboden gepumpt wird. 107 m ragt die monumentale 494 m lange Staumauer der Moosersperre in die Höhe.

Prickelndes Abenteuer an der Staumauer

Wie zwei grüne Smaragde liegen die beiden Stauseen, die für Besucher mit Busshuttles vom Tal erreichbar sind, inmitten der Hohen Tauern und bilden den perfekten Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen auf die umliegenden Gipfel. Neu seit 2017 ist der Klettersteig „Mobo 107“ der über 240 Meter direkt an der Staumauer hinauf führt. Prickelnd ist das Gefühl, wenn man am Start des Klettersteigs am Fuße der Sperre steht. Eine 70 m dicke Betonwand trennt den Besucher hier vor über 80 Millionen Kubikmeter Wasser – und genau diese Betonwand wird unter Anleitung eines Bergführers nun erklommen. Die zwei Karabiner des Klettersteigsets sichern zuverlässig beim Steigen über Tritte, Stahlseile, Leitern und Stufen. Schwindelfrei sollte man bei diesem Abenteuer schon sein, denn der Klettersteig führt 107 m hinauf zum oberen Rand des Staudamms. Hier lässt man seinen Puls beim Ausblick auf die imposanten Gipfel wieder auf Normalniveau sinken.

Smaragdgrüner Stausee Mooserboden.

Smaragdgrüner Stausee Mooserboden.

Stiller Lesegenuss beim Büchergipfel

Wer das Prickeln lieber in einem gut gekühlten Sektglas genießt, der startet beim Büchergipfel mit einem kleinen Sektempfang an der Kassa Kesselfall. Von hier starten die Transfers, die die Teilnehmer dieser Literaturwanderung gemütlich mit Bussen und über den Schrägaufzug hinauf ins Hochgebirge bringen. Am Mooserboden gibt es einen musikalischen Empfang, bevor die erste Lesung beginnt. Im Anschluss geht es mit einem Guide zu einer Staumauerführung, bei der man Interessantes über dieses imposante Bauwerk erfährt. Nach einem weiteren Lese-Zwischenstopp geht es über die Staumauer und den Kräuterlehrpfad hinab zur Fürthermoaralm. Wer will, lässt sich alternativ mit dem Bus zu dieser malerischen Alm bringen. Der „Schafe-Toni“, wie Toni Aberger, der Wirt von der Fürthermoaralm, auch genannt wird, serviert hier eine Almjause und unterhält die Gäste mit Anekdoten aus seinem bewegten Leben. Nach der Jause sorgt ein reich gedeckter Büchertisch für Futter für die Leseratten, und selbstverständlich finden sich unter den Büchern auch jene der Lesung und das Buch über das Almleben des „Schafe Toni“.

Während die Sonne schon längst hinter den Berghängen verschwunden ist genießt man die Stille rund um die Hochgebirgsstauseen. Transferbusse bringen die Teilnehmer der Literaturwanderung gegen 20 Uhr wieder über die Hochgebirgsstraße und den Schrägaufzug zurück ins Tal. (Anmeldungen für den Büchergipfel telefonisch unter: 050 313 23201)

Wöchentlicher Abendzauber

Wer den Büchergipfel verpasst hat, aber auch den Zauber einer einsamen Nacht hoch oben am Stausee erleben möchte, der hat jeden Freitag von Juli bis August beim „Abendzauber“ die Gelegenheit dazu. Um 17:00 Uhr erfolgt die Auffahrt. Während sich die Tierwelt die nun menschenleeren Wege und Hänge zurückerobert, genießt man in kleinen Gruppen bis zu acht Personen dieses stimmungsvolle Bild der hochalpinen Welt. Eine exklusive Führung durch die Staumauer und ein Spaziergang zum Aussichtsplatz Höhenburg krönt den Abendzauber, der nur bei Schönwetter durchgeführt wird. Reservierung über tourismus@verbund.com oder telefonisch unter 050 313 2320.

Fotos © VERBUND Tourismus GmbH 

 

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