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Abenteuer Haus der Natur

Wie groß waren die Dinosaurier eigentlich wirklich und wie lebten sie? Wie sieht der eigene Körper von innen aus und wie funktioniert dieses Wunderwerk? Fragen über Fragen – die im Haus der Natur ihre Antwort finden.

Es beginnt mit einem lauten Brüllen. Man tritt ein in das Gebäude in Salzburg, ganz nahe bei der Salzach und mitten in der Altstadt, und fühlt sich bereits wie im Urzeitalter. Das Röhren, das da ein wenig bedrohlich von weiter weg kommt, muss ganz klar ein Dinosaurier sein. Charlotte Kraus vom Haus der Natur erklärt mir, welcher: der Allosaurus.

Saurierhalle©HdN_Simmerstatter

Einfach mal zwischen Dinosauriern spazieren… © Simmerstatter/Haus der Natur

 

Reich der Dinos
Wir beginnen die Führung also im Reich der Dinosaurier, die in ihrer Artenvielfalt für Kinder wie auch Erwachsene ein spannendes Forschungsobjekt sind. Ein Flugsaurier kreist an der Decke, erstaunliche Meerestiere bewegen sich im Hintergrund im Wasser und der gefährlich klingende T-Rex mustert einen angriffslustig. Fasziniert beäugt man diese Kreaturen und kann kaum glauben, dass diese tatsächlich einmal auf der Erde gelebt haben. Doch der Weg führt schon weiter – in eine Zauberwelt der Wasserwesen.

Magisch: In die Unterwasserwelt kann man sich schon verlieben. ©Haus der Natur

 

Wasserwelten
Alles, was sich in den Becken der großen Aquarienwelt befindet, mal abgesehen von den Steinen, lebt. Die Fische, die Korallen, die Pflanzen. „Gerade für Kenner der Aquaristik ist das eine Besonderheit – oftmals werden nämlich künstliche Deko-Objekte eingebaut“, erklärt Kraus. Die Korallen (übrigens Tiere und keine Pflanzen, hätten Sie’s gewusst?) strecken ihre Fühler nach frischem Plankton aus, die Fische ziehen dabei munter ihre Bahnen durch das blaue Nass. Besonders beeindruckend sind der Hai und die Piranhas – die übrigens beide von den Pflegern ohne Handschutz oder dergleichen gefüttert werden. „Alle nicht so gefährlich, wie man immer tut“, beschwichtigt Kraus. Auch Echsen, Schlangen und andere exotische Tiere lassen sich hier beobachten. Tipp: Am Montag und am Donnerstag um 10.15 Uhr kann man live bei den Fütterungen zuschauen!

Willkommen auf dem Mond. ©Seidl/Haus der Natur

 

Man on the moon
Eine andere Ausstellung in dem Gebäude, das, je weiter man sich den Weg darin bahnt, immer größer erscheint, dreht sich rundum die Planetenwelt und das Universum. Mars, Jupiter, Venus… klar, kennt man alle, aber hätten Sie beschreiben können, wie die Oberfläche aussieht? Milchig, gasig, schwarz, gelb, blau, gestreift? Und wie riesig der Jupiter wirklich im Vergleich zur Erde anmutet? Nicht nur sind die Planeten unseres Sonnensystems in Form von Kugeln zu bewundern, eine Bedienungsfläche mit Touchscreen lässt diese auch noch zum Leben erwachen. Da geistern Gaswolken durch die Sphäre des Neptuns, da lässt sich die Kraterlandschaft des Mars beäugen. Als große Dreingabe ist die Szene der ersten Mondlandung von Neil Armstrong nachgestellt – täuschend realistisch mit 3D-Effekt. Direkt daneben, liebevollst mit Gegenständigen der damaligen Zeit versehen, ein Paar, das die Mondlandung im kleinen Kastenfernseher verfolgt.

Reise in den menschlichen Körper_1©HdN_Kressl

So funktioniert also der Blutkreislauf im Körper… ©Kressl/Haus der Natur

 

Wunderwerk Körper
Wie funktioniert das Gehör und was genau geht eigentlich bei der Verdauung vor: Diese Fragen werden in der Dauerausstellung der Körperwelten beantwortet. Genauso wie im gesamten Haus der Natur wird das Wissen spielerisch vermittelt. „Familien und Lehrer mit Schulklassen lieben das und nutzen es als Bildungsinstitution, die Spaß macht. Besonders weil am Ende auch die Erwachsenen mit glänzenden Augen dastehen“, erklärt Kraus und grinst. Vieles glaubt man zwar zu wissen – versteht es aber erst, wenn man es so anschaulich präsentiert bekommt wie mit den großen Plastikfiguren und Ausprobier-Experimenten.

Ausprobieren, selber machen: So lautet das Motto! @Seidl/Haus der Natur

Ausprobieren, selber machen: So lautet das Motto! @Seidl/Haus der Natur

 

Wissen live erleben
Überhaupt, ausprobieren, das wird im Haus der Natur großgeschrieben. „Wissen lässt sich am besten vermitteln, wenn man es anfassen kann“, ist Kraus überzeugt. Spätestens wenn man im großen Technikbereich angelangt ist und selbst Wasserkraft und Solarenergie erzeugt und mittels der Hebelwirkung einen Menschen, den man sonst nie hätte tragen können, hochziehen kann – dann macht das, was im Schulunterricht einmal stinklangweilig erschien, plötzlich Spaß. Immer wieder erfüllt das Haus der Natur seinen Bildungsauftrag auch in sozialer Hinsicht: Und lässt Kinder wie auch Erwachsene in die Rolle eines Rollstuhlfahrers oder eines in die Jahre gekommenen Menschen versetzen. Mit dem Rollstuhl oder mit bereits müdem Rücken eine völlig normale Alltagssituation meistern – gar nicht so einfach. Verständnis und Respekt füreinander werden hier vermittelt.

Unser kleines großes Sonnensystem. © Kressl/Haus der Natur

Unser kleines großes Sonnensystem. © Kressl/Haus der Natur

 

Endlos
… erscheinen die Weiten und Möglichkeiten des unglaubliche sieben Quadratkilometer großen Gebäudes. Ein Ausflug durch so viele Bereiche des Wissens, der Natur und der Forschung, tut dem Geist und der Seele irgendwie einfach gut. Der eigene Alltag wirkt meilenweit weg, befasst man sich einmal mit der Größe des Universums und den großartigen Möglichkeiten der modernen Technik. Als Institution mit Bildungsauftrag sieht sich das Haus der Natur, dem Auftrag, Kinder und Erwachsene für die Wissenschaft und die Natur zu begeistern. Rundum gelungen.

Haus der Natur
Museumsplatz 5
5020 Salzburg
Öffnungszeiten: täglich, 9-17 Uhr
www.hausdernatur.at

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