Von 27. November bis 13. Dezember 2026 ist es wieder soweit: dann stimmt uns das Salzburger Adventsingen im großen Festspielhaus auf die Weihnachtszeit ein. Bei dieser Jubiläumsausgabe mit dem Titel „Das große Geheimnis“ steht das Mysterium von Jesus Geburt im Zentrum der Betrachtungen.
Kein Advent in Salzburg ohne Adventsingen. So stehen auch heuer zwischen 27. November und 13. Dezember 13 Aufführungen auf dem Programm, die rund 36.000 Gäste aus über 40 Ländern der Welt auf Weihnachten einstimmen und – was vielleicht noch wichtiger ist – eine weihnachtliche Botschaft vermitteln werden.
80 Jahre Salzburger Adventsingen
Für den Intendanten und Autor Hans Köhl verdient das Mysterium der Geburt im Jubiläums- Adventsingen 2026 eine besondere Betrachtung: „In meinem steten Bemühen, der adventlichen Thematik neues Terrain zu erschließen, wuchs die Neugier auf die Vielgestalt der Religionen dieser Welt und die uns allen innewohnende Suche nach dem „großen Geheimnis“, das sich besonders im göttlichen Wunder der Geburt manifestiert.“ In Verbindung mit schönsten musikalischen und vokalen Klängen wird dieses Adventsingen sicherlich wieder etwas ganz Besonderes.
Rückblick Adventsingen 2025 – Der blinde Hirte
Der blinde Hirte nimmt mit seinen geschärften Sinnen viel mehr wahr als die Sehenden um ihn und – er sieht vor allem mit dem Herzen gut. Diese tiefgreifende Sinneswahrnehmung erfasste nicht nur Antoine de Saint-Exupéry in „Der kleine Prinz“, auch in der griechischen Mythologie wurden dem blinden Hirten Teiresias bereits ähnliche Einsichten zugesprochen. Bei einer Begegnung mit Maria und Josef erfasst er mit seinen geschärften Sinnen die von Jesaja prophezeite Geburt des Erlösers. Das adventliche Geschehen nimmt seinen Lauf.
Mit dem Adventsingen 2025 wurde das biblische Geschehen in die alpine Landschaft transferiert, ähnlich wie es die zahlreichen Krippenbauer und Figuren-Schnitzer in ihren regionaltypischen Darstellungen seit Jahrhunderten pflegen. Die Darsteller um Maria und Josef – vom Engel, der seine schützende Hand über alle hält, über die ob der Ereignisse staunenden Hirten bis zur hartherzigen Wirtin (Marcella Wieland) – alle stellten charakteristische Persönlichkeit dar. Schlussendlich überraschte der kleine Königreich-Peterl den blinden Hirten (Edwin Hochmuth) mit einer fast unglaublichen Geschichte!
Mit wunderschönen musikalischen und gesanglichen Darbietungen vom Salzburger Saitenmusik-Ensemble, der Salzburger Geigenmusik, dem Ensemble Juvavum Brass, dem Salzburger Blattbläser Ensemble, den Solist*innen Eva Schinwald (Maria), Elisabeth Eder- Marböck (Engel) und Johannes Forster (Josef), den Vokalensembles Hohes C und CMM, dem Salzburger Volksliedchor und den Salzburger Hirtenkindern wurde dieses Adventsingen wieder ein unvergessliches Erlebnis.
Hirtenkinder beim Salzburger Adventsingen
Was wäre das Salzburger Adventsingen ohne seine so herzerfrischenden Hirtenkinder. Alljährlich erobern sie mit ihrem unbeschwerten, kindlichen Gemüt und ihren beeindruckenden Darbietungen die Herzen des Publikums. Im Laufe der Jahre hat sich das Spiel der Hirten wie auch das Salzburger Adventsingen stets behutsam gewandelt. Ein absolutes „Muss“ ist jedoch das Singen, Musizieren und Paschen einer Gstanzlweise aus dem Salzkammergut mit einem Schleunigen drauf. Diese Darbietung wird alljährlich mit tosendem Sonderapplaus belohnt.

Das Salzburger Adventsingen wurde im Jahr 1946 begründet und feiert im Jahr 2026 sein 80-jähriges Jubiläum. Bei den Aufführungen im Jahr 1950, hatte erstmals eine kleine Kindergruppe als „Die Sternsingerkinder“ ihr Debüt. Im Laufe der Geschichte gab es unterschiedliche Bezeichnungen und Aufgaben für die adventliche Kinderschar. Ab 1954 nannten sie sich „Salzburger Hirtenbuben“. Von 1964 bis 1976 erfreut wegen des großen Andranges an Bewerbern neben den „privilegierten“ Salzburger Hirtenbuben auch eine Gruppe von „Salzburger Hirtensängern“ das Publikum. Seither ist das Thema Gleichberechtigung bei den Salzburger Hirtenkindern eine Selbstverständlichkeit. Sie sind eine stets verschworene Gemeinschaft von Mädchen und Burschen aus dem SalzburgerLand und angrenzenden Regionen, geprägt von leidenschaftlicher Begeisterung, harmonischem Miteinander und ausgeprägtem Teamgeist, wobei mittlerweile die Mädchen bereits in der Überzahl sind.

Information zur Veranstaltung
27.11. bis 13.12.2026 im Großen Festspielhaus
Aufführungsbeginn: Freitag 19.30 Uhr, Samstag und Sonntag 14.00 und 17.00 Uhr
Dienstag, 8.12. 14.00 Uhr
Dauer der Aufführung: ca. 1,40 Stunden, keine Pause
Karten sind im Kartenbüro im Heimatwerk (Residenzplatz 9, 5010 Salzburg) oder online unter www.salzburgeradventsingen.at erhältlich.