Wechselnde Sonderausstellungen machen das DomQuartier immer zu einem lohnenden Ausflugsziel. 2026 widmet sich eine Ausstellung Franz von Assisi bzw. der franziskanischen Lebenskunst. Bis Ende April sind auch noch die Publikumslieblinge in einer Sonderschau zu sehen sowie die Ausstellung „Der Bauernkrieg im Spiegel von Kunst und Diktatur“.
Es soll ja Salzburger geben, die den Museumskomplex des Domquartiers noch nicht gesehen haben. Im Gegensatz zu den meisten Salzburg-Besuchern, die sich diesen einzigartigen Rundgang meist nicht entgehen lassen. Aber egal ob zum ersten oder zum wiederholten Male, ein Besuch Domquartier ist immer wieder ein Erlebnis. Die einmaligen Aus- und Einblicken auf die Stadt mit ihren Kirchtürmen, Plätzen und Stadtbergen sowie die imposanten Ausstellungsstücke kann man auch öfter genießen. Und man wird immer wieder etwas Neues entdecken und seinen persönlichen Lieblingsplatz innerhalb des Museums finden. Besonders beeindruckend, weil eben einmalige, ist der Blick von der Orgelempore hinunter in den Dom.
Auch die wechselnden Sonderschauen machen das Wiederkommen lohnenswert. Selbst modere Kunst muss nicht im Widerspruch zu den alten Gemäuern stehen. Ganz im Gegenteil, aktuelle Themen mit zeitgenössischen Möglichkeiten umgesetzt, kommen oft durch den Kontrast erst so richtig zur Geltung.
Die Sonderausstellungen 2026
Bestseller, Publikumslieblinge
bis Montag, 27.4.2026 | Residenzgalerie
Die Präsentation der Bestseller reflektiert zum einen den akademischen Blick auf die fünf Bildgattungen der Malerei, die sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Historisch wurde zwischen Gattungen mit „hohem Ansehen“ und solchen mit „niederem Ansehen“ unterschieden. Vom 17. bis ins 19. Jahrhundert galt die Historienmalerei als vornehmste Gattung. An zweiter Stelle kam die Porträtmalerei, der die „niederen Gattungen“ Genremalerei, Landschaftsmalerei und Stilllebenmalerei folgten. Zum anderen spiegelt die Ausstellung den Geschmack der Käuferschaft von Gemälden wider, die oftmals eine andere Meinung vertrat.

Heroisch und verklärt – Der Bauernkrieg im Spiegel von Kunst und Diktatur
bis Montag, 27. 4. 2026 | Nordoratorium
2025 jährte sich der Aufstand der Salzburger Gewerke, Bergleute und Bauern – gemeinhin als der Salzburger Bauernkrieg bezeichnet – gegen ihren Landesherrn Fürsterzbischof Matthäus Lang von Wellenburg zum 500. Mal. Die Gastspiel-Ausstellung des Salzburg Museum im DomQuartier widmet sich der Frage, wie der Bauernkrieg in Kunst und Literatur späterer Epochen gedeutet wurde – und wie ihn autoritäre Regime im 20. Jahrhundert für ihre Propaganda missbrauchten. Ausgehend vom Salzburger Bauernkrieg 1525/26 spannt die Schau den Bogen bis in die Gegenwart und zeigt, wie Künstlerinnen und Künstler das Thema in Zeiten gesellschaftlicher und politischer Umbrüche immer wieder neu interpretierten.

LebensKunst. 800 Jahre Franz von Assisi
Sonntag, 24. 5. 2026 bis Montag, 2. 11. 2026 | Nordoratorium
Seit 800 Jahren wird Franz von Assisi wie kein anderer Ordensgründer verehrt, bis heute ist seine Popularität über Konfessionsgrenzen hinaus ungebrochen. Dazu trug auch der verstorbene Papst Franziskus bei, der sein Pontifikat programmatisch auf die Ideale des hl. Franz ausgerichtet hatte. Anlässlich des 800. Todestags Franz von Assisis widmet ihm das Dommuseum in Kooperation mit dem Verein Franziskanische Forschung in Münster eine Ausstellung, die sein Leben, aber auch sein Nachwirken beleuchten soll. Der Ausstellungstitel bezieht sich einerseits auf die franziskanische „Lebenskunst“, andererseits gehört die Kunst selbstverständlich zum Leben der Franziskanerinnen und Franziskaner. Von Anfang an überlieferte die bildende Kunst die Lebensereignisse des hl. Franz, der zu den am häufigsten dargestellten Heiligen der Kunstgeschichte gehört. Franziskaner waren Künstler, Musiker und Wissenschaftler.

DomQuartier Salzburg
Residenzplatz 1
5020 Salzburg
www.domquartier.at