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125-Jahrfeier für den Klassiker der Moderne

Maishofen feierte vom 1. bis 3. Juni 2012 den 125. Geburtstag des Malers Anton Faistauer.

Mit einem Festakt in Faistauers Elternhaus „Gasthof Post“ feierte die Gemeinde Maishofen im SalzburgerLand ihren berühmtesten Sohn. Von der Präsentation einer Sonderbriefmarke und des Jubiläumsweins bis zur Ausstellung „Meine Leute sind mir alle wohlgesinnt“ und der Besichtigung des Votivaltars in der Pfarrkirche Maishofen steht der Maishofner Sommerganz im Zeichen des bedeutenden Künstlers Anton Faistauer.

„Bilder haben die Aufgabe, der Menschheit das Geheimnis der Natur aufzuschließen. Sie sollen imstande sein, den Reichtum, den Raum, die Tiefe und Schwere des Kosmos dem Menschen anzueignen, das Chaos zu schlichten und Wege in den Geist der Schöpfung zu öffnen.“ Anton Faistauer

Am 14. Februar 1887 erblickte einer der wichtigsten österreichischen Pioniere der modernen Malerei in St. Martin bei Lofer das Licht der Welt. Die Familie übersiedelte kurz darauf nach Maishofen und übernimmt den heutigen Gasthof zur Post mit angrenzender Landwirtschaft. Kindheit und Jugend verbrachte Anton Faistauer in der kleinen Pinzgauer Gemeinde, bevor er Schulen in Tirol und Wien besuchte. Die Wiener Kunstakademie brach er gemeinsam mit seinem Studienkollegen Egon Schiele aus Protest ab und gründete mit ihm und anderen künstlerischen Zeitgenossen die „Neukunstgruppe“.

In der Zeit nach dem ersten Weltkrieg, die Faistauer in seiner Heimatgemeinde verbrachte, entstand der große Salzburger Votivaltar, der heute im Rupertinum zu bewundern ist, und die Fresken der Maishofner Stablbergkapelle. Als eigentlich figurativer Maler fand er bald zur Landschafts- und Wandmalerei (wie auch das Foyer des Salzburger Festspielhauses) und wandte sich vom Sezessionismus und der Klimtgruppe ab um sich an dem französischen Maler Paul Cezanne zu orientieren. Die Wertschätzung, die Faistauers Kunst schon zu dieser Zeit entgegengebracht wurde, spiegelte sich in zahlreichen erfolgreichen Ausstellungen und Auszeichnungen. Seine Liebe zur Heimat Maishofen brachte er in zahlreichen Gemälden zum Ausdruck. Am 13. Februar 1930 kurz vor seinem 43. Geburtstag stirbt „der Maler des schönen Daseins“ und wird am Friedhof in seiner Heimatgemeinde Maishofen begraben.

Wer sich in Maishofen selbst auf den Spuren von Anton Faistauer bewegen möchte, der besucht den Anton Faistauer Weg. Über 10 Stationen wird die Beziehung des Künstlers zu Maishofen in großen Schautafeln veranschaulicht. Biografische Details, das Verhältnis zu seinen Landsleuten die künstlerische Auseinandersetzung mit der heimatlichen Landschaft werden auf dem 8 km langen Wanderweg illustriert. Die einzelnen Stationen führen vom Ortszentrum nach Prielau, Mayrhofen und Schloss Kammer, über den Saalachuferweg an den Fuß der Sausteige (wo man noch wenige Höhenmeter zur Stablbergkapelle wandern kann) und wieder zurück ins Zentrum.

 

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Fritz Messner (Foto: Andreas Hauch)

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