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Vorwärts die Rösser traben

Die Kufen des Schlittens ziehen knirschend ihre Spuren, von der Last des Schnees hängen die Äste der Bäume tief nach unten, die Sonne lacht vom strahlend blauen Winterhimmel und lässt die Landschaft von 1000den Schneekristallen funkeln. Gemütlich eingekuschelt in warme Decken haben wir es uns im Pferdeschlitten gemütlich gemacht. Unser Ziel sind die Hofalmen im Filzmooser Talschluss.

Während es in der Stadt Salzburg föhnig warm und frühlingshaft ist, empfängt uns Filzmoos in herrlicher Winterpracht. Ausgangspunkt unserer Pferdeschlittenfahrt ist der urige Fiakerwirt mitten in Filzmoos. Bei unserer Ankunft sind die beiden Pferde schon eingespannt, unsere Mitfahrer sitzen in der Kutsche und es kann losgehen.

Die erste Strecke durch den Ort geht es zunächst als Kutsche, sprich auf Rädern vorwärts. Es wimmelt von Gästen, die hier ihren Winterurlaub mit Skifahren, Touren gehen, Langlaufen und Winterwandern verbringen. Doch gleich außerhalb des Ortszentrums wird es ruhiger. Nur mehr vereinzelte Winterwanderer queren unseren Weg. Schorsch, unser Kutscher, funktioniert die Kutsche zum Schlitten um. Schließlich sind wir ja zum Pferdeschlittenfahren hier. Kraftvoll ziehen Paula und Mandi, die beiden schwarz-weiß gescheckten Noriker, den mit neun Personen besetzten Schlitten. Links und rechts des Weges liegt der tief verschneite Winterwald, durchkreuzt von zahlreichen Tierspuren. Träge plätschernd begleitet uns ein Bach. Zwischendurch blinzeln vereinzelte Sonnenstrahlen durch die Wipfel der Bäume. Trotzdem kriecht die Kälte mit der Zeit auch unter die warmen Decken. Nach gut 40 Minuten Wegstrecke ist der Wald zu Ende. Vor uns öffnet sich eine Landschaftskulisse von atemberaubender Schönheit. Das eindrucksvolle und unvergleichliche Massiv der Bischofsmütze direkt vor uns, umrahmt von glitzernden Schneeflächen. Bis zur Oberhofalm, die wir als (kulinarisches) Ziel ausgesucht haben, brauchen wir noch gut 20 Minuten. Hier dürfen unsere braven Zugpferde einmal verschnaufen. Die beiden sind, im Gegensatz zu uns, nämlich ganz schön ins Schwitzen gekommen.

Bevor wir uns den heiß ersehnten Kaiserschmarrn gönnen, genießen wir auf einer kurzen Winterwanderung auf kaum begangenen Wegen zur Unterhofalm und wieder zurück die Winterwunderwelt.

Und dann – Genussmoment pur: eine Pfanne voll köstlichem Kaiserschmarrn, dazu ein richtiger Häferlkaffee, die Sonne im Gesicht und vor uns die tief verschneite Bischofsmütze. Fast schade, dass es schon bald wieder talwärts geht. Hinunter geht es schneller und unsere Rösser fallen in einen flotten Trab. Für heute haben es Paula und Mandi geschafft. Aber morgen dürfen sie wieder hinauf zu den Hofalmen. Wir beneiden sie, denn für uns geht es nach einem Abschluss-Schnapserl beim Fiakerwirt wieder zurück nach Salzburg.

Fotocredit © Hammerl

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Kommentare

  1. geschrieben von Barbara Schellenberg

    Eine schöne kleine Geschichte, die mich sehnsuchtsvoll ins Salzburger Land denken läßt. Ich möchte bald einmal den Schnee bei klarem Winterhimmel erleben.
    Danke und Gruß, Barbara Schellenberg

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