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Das Erbe der Welt inmitten Salzburgs

Vor 15 Jahren wurde die „Historische Altstadt von Salzburg“ in die UNESCO – Liste der Welterbestätten aufgenommen. Ein Titel, der die einzigartige Verbindung von Stadt und Landschaft, Natur und Kultur, Geschichte und Gegenwart würdigt.

 

Damit erfüllt die Altstadt  drei von sechs möglichen Kriterien der Einzigartigkeit, historischen Echtheit und Unversehrtheit, die den außergewöhnlichen universellen Wert belegen: Sie hat in der Geschichte eine entscheidende Rolle im Austausch und der langfristigen Entwicklung zwischen italienischer und germanischer Kultur gespielt. Sie stellt ein außergewöhnliches Beispiel eines europäischen Stadtstaates dar, dessen weltliche und kirchliche Gebäude aus dem Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert stammen und weist eine bemerkenswerte Affinität zu Kunst und Musik, vor allem durch Mozart, auf.

Rund 5,5, Millionen Tagesgäste besuchen jährlich die Stadt, die international zu einer der gefragtesten Destinationen im Kulturtourismus ist. „Die meisten von ihnen kommen wegen der exquisiten kulturellen Mischung aus einzigartiger Architektur, „Spirit of Mozart“, „Sound of Music“ und den weiteren Attraktionen der Hoch- und Populärkultur, also aus Gründen, die eng mit dem Welterbe in Verbindung stehen. Trotzdem wissen die meisten Touristen nicht, dass sie durch ein Erbe der Menschheit flanieren“ stellt Dr. Kurt Luger, Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für  kulturelles Erbe und Tourismus an der Universität Salzburg, fest. „Und ebenso die Salzburger: Sie sind zwar stolz auf ihre Altstadt, aber ein Fünftel von ihnen weiß nicht, was sich hinter dem Titel Welterbe verbirgt“. Der Professor für Transkulturelle Kommunikation am Fachbereich Kommunikationswissenschaft hat 2012 zu diesem Dilemma eine Fallstudie publiziert. Die Kernkompetenz Salzburgs als Kulturstadt, der herausragende Zustand ihrer städtebaulichen Merkmale steht einem eher schaulustigen Umgang mit der Einzigartigkeit, die ein Weltkulturerbe auszeichnet, gegenüber, so das Fazit der Forschung.

Für Dr. Kurt Luger geht es aber um mehr: Das kulturelle Welterbe hat einerseits eine erhebliche ökonomische Relevanz, die bewusst und behutsam ausgebaut werden kann. Zugleich geht es, vor allem was das sogenannte immaterielle Kulturerbe betrifft, um zentrale Elemente von Lebensformen, um die Identität von Menschen einer bestimmten Region: „Wer glaubt, es ginge dabei nur um ein paar alte Bräuche und lustige Folklore, täuscht sich massiv“ erläutert Luger seine Projekte, die hochwertige touristische Angebote ausarbeiten. Sowohl Einheimische als auch internationale Besucher der Stadt Salzburg sollen erfahren und erleben können, dass die Altstadt mehr ist als Kulisse: Ein Ort universaler Bedeutung.

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  1. geschrieben von Reisewelt Ideen Blog » Wellnessurlaub in Salzburg

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