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Sepp Hödlmoser: Hommage an den Festungskünstler

Sepp Hödlmoser gilt als einer der wichtigsten und gleichzeitig umstrittensten Salzburger Künstler des 20. Jahrhunderts. „Eigenbrötler“, „Enfant Terrible“ „Selbstdarsteller“ und „Nonkonformist“ – Etiketten, die ihm zugeschrieben wurden, sind vielfältigster Art.

Im Juli 2018 hatten interessierte Besucher die Gelegenheit, das Schaffen des Ausnahmekünstlers in seinem ehemaligen Atelier auf der Festung Hohensalzburg anzusehen. Die Ausstellung enthielt Malereien auf Holz sowie Zeichnungen, Aquarelle und Grafiken. Historische Zeitungsausschnitte und Fotos, vom Atelier der damaligen Zeit, ergänzten die Ausstellung.

Sepp Hödlmoser, „Teufel in der Kirche“, ca. 1957, Mischtechnik auf Weichfaser, 96 x 128 cm

Aus dem Leben des Festungskünstlers Sepp Hödlmoser

„Von der Seele gemalt“ – diesem Motto folgte Sepp Hödlmoser, der 1923 in Salzburg geboren wurde. Als Sohn des Burgkastellans lebte er mit seiner Familie auf der Festung Hohensalzburg, zu einer Zeit, wo diese noch nicht touristisch erschlossen war. Bei seiner Einberufung in den zweiten Weltkrieg, wo er als Soldat kämpfte, zog er sich eine Gelbfiebererkrankung zu, die ihn Zeit seines Lebens beeinträchtigte. Nach Kriegsende studiert er einige Monate an der technischen Hochschule in Graz. Eine kurze Arbeitsgemeinschaft mit Restauratoren hatte gereicht um seinen Lebensunterhalt durch Restaurierungsaufträge für die Kirche zu verdienen.

Als Maler war Hödlmoser Autodidakt. Von seinem Atelier auf der Festung blickte er auf Salzburg herab. Sowohl privat als auch in künstlerischer Hinsicht distanzierte er sich stark von anderen Zeitgenossen. Besucherinnen stand sein Atelier jedoch stets offen. Arno Lehmann erweiterte den Kreis der sogenannten Festungskünstler. Er war sehr distanziert. Sein Werk galt, ganz im Gegensatz zu dem von Hödlmoser, als unumstritten. Alois Lindner, ein noch unbekannter Bildhauer aus Tirol, gesellte sich ebenfalls dazu.

Der Salzburger lässt sich keinem Kunststil zuordnen

Sepp Hödlmoser malte nur, was sein unmittelbares Erleben betraf. Hinzu kommt noch die Vielfalt der von ihm verwendeten Materialien. So lange er dazu in der Lage war, übertrug er seine Gedanken, Ängste und Träume aus materieller Not heraus auf ungewöhnliche Unterlagen. Dies war mit ein Grund dafür, dass er als Künstler nicht ernst genommen wurde. Im Jahr 1967 verstarb der 44-jährige an Leukämie. Der Überblick über das Gesamtwerk zeigt, dass man den zu früh verstorbenen heute unter die regionalen Größen einzuordnen hat.

Nähere Infos zur Ausstellung finden Sie hier

Hans Gsenger und Christiane Meissnitzer (c) wildbild

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