Sie befinden sich hier » SalzburgerLand Magazin » Mit den Sternsingern unterwegs

Mit den Sternsingern unterwegs

In den ersten Tagen des neuen Jahres sieht man sie wieder um die Häuser ziehen. Kinder in bunten Gewändern mit Turbanen und Kronen auf dem Kopf, in der Hand einen Stern und eine große Kassa. Die Sternsinger sind wieder unterwegs, um Geld für Entwicklungshilfeprojekte zu sammeln.

Einen Vormittag lang habe ich Caspar, Melchior und Balthasar auf ihrem Weg begleitet.

Die Heiligen 3 Könige waren in diesem Fall 4 Könige: Valentina und ihre Freunde Clara, Iris und Clemens.

„Die Heiligen 3 Könige, so werden wir genannt. Wir folgen einem hellen Stern durch unbekanntes Land“. Das mit dem unbekannten Land stimmte nicht so ganz, wir waren nämlich in unserer Wohngegend unterwegs.  Aber die Kinder hatten trotzdem eine wichtige Aufgabe: Sie wollten die Leute daran erinnern, dass Jesus geborgen wurde und nebenbei noch Geld für arme Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika sammeln. So wie 85.000 andere Mädchen und Buben in ganz Österreich

Die Vorbereitungen begannen schon vor Weihnachten. Es galt, die Lieder und Texte zu lernen und die passenden Kleider, Umhänge, Kronen und Turbane auszusuchen. In der ersten Jännerwoche war es dann soweit. Kurz nach 9 Uhr gingen wir los, und schon beim ersten Mehrparteienhaus hatten die Sternsinger Glück und wurden freundlich empfangen. „Wir kommen hierher von Gott gesandt, mit diesem Stern aus dem Morgenland. Sein Licht soll leuchten in der Welt und Frieden bringen, der oft fehlt. Wir lassen die Armen nicht allen, das soll für sie eine Hilfe sein. Was ihr jetzt gebt, bedenkt, ihr damit Menschen Hoffnung schenkt!“

20 C + M + B 19

Von Wohnung zu Wohnung wanderte mehr Geld in die Kassa. Jeder der etwas spendete bekam von den Kindern einen Zettel auf dem stand, wofür die Spenden verwendet werden. Mit großer Freude wurden die kleinen Könige bei Familien mit Kindern und alten Leuten begrüßt. Leider gibt es aber auch immer wieder Leute die die Türe nicht öffnen. Aber die sind zum Glück in der Minderheit. Beim Verabschieden schrieben wir an jede Türe 20 C + M + B 19. Das heißt übrigens nicht, wie oft angenommen, Caspar, Melchior und Balthasar, sondern Christus mansionem benedicat  – Christus segne dieses Haus.

Mit der Zeit wurden die Kinder müde. Gestärkt von Tee und Süßigkeiten, die wir immer wieder zugesteckt bekamen, marschierten sie aber tapfer weiter. Nach gut drei Stunden hatten sie es geschafft. Alle vorgesehenen Straßen waren durchkämmt und die müden Könige durften ihre Gewänder ablegen. Mit großer Erwartung machten wir uns dann noch als Geld zählen. Die Vier konnten stolz sein, soviel Spenden für notleidende Menschen zusammengebracht zu haben. Und Clara, Iris, Clemens und Valentina freuen sich schon jetzt auf ihren nächsten Einsatz als Heilige 3 (4) Könige.

Fotocredit © Hammerl

Schnabelperchten Rauris

Voriger Beitrag

Einzigartig in Österreich: Die … »

Nächster Beitrag

Ein Leben für die Stille Nacht … »

Ihre Meinung ist gefragt

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentare

Bisher noch keine Kommentare

Blogheim.at Logo

Diese Website verwendet Cookies - nähere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Klicken Sie auf "OK", um Cookies zu akzeptieren und direkt unsere Webseite besuchen zu können. Die Zustimmung können Sie jederzeit auf der Seite unserer Datenschutzerklärung widerrufen.

Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen