Ob bei der „Starnacht am Wörthersee“, bei „Wenn die Musi spielt“ oder im Radio – mit ihren Schlagern sorgt die Musikerin Julia Buchner für gute Stimmung und ist so eine Botschafterin für ihre Heimat – das SalzburgerLand. Die 34-jährige Pinzgauerin erzählt über ihre Kindheit, ihre Karriere und ihren Bezug zur Heimat.
Mathias Steger: Julia Buchner, du kommst aus Niedernsill im Pinzgau. Wie war deine Kindheit und wie entstand dabei der Bezug zur Musik?
Julia Buchner: Meine Kindheit hat mich sehr geprägt. Ich bin auf der Jausenstation Burgeck in Niedernsill im Mühlbachtal aufgewachsen. Dort war ich regelmäßig unter Leuten und hatte viel Kontakt mit Gästen. Mein Vater organisierte damals wöchentliche Heimatabende mit Ziehharmonikaspielen und Schuhplatteln. Immer wenn es um Musik ging, war ich voller Begeisterung dabei, obwohl ich sonst eher zurückhaltend und schüchtern war.
Du warst also bereits als Kind musikalisch?
Ja, alle in meiner Familie machten Musik. Ich lernte zunächst Blockflöte, dann auch Klavier und Gitarre. Bei der Trachtenmusikkapelle lernte ich dann auch Saxofon und im Rahmen meiner Ausbildung als Kindergartenpädagogin kam die Querflöte dazu. Vor allem die Gitarre und das Klavier sind heute meine ständigen Begleiterinnen. Neben den Instrumenten gehört für mich das Singen schon immer dazu.

Wie kam es dann zum Erfolg in der Musikbranche?
Es war mir immer klar, dass der Schritt von mir selbst kommen musste. Vor etwa 15 Jahren sendete ich einige von mir selbst produzierte und geschriebene Songs, die ich auf CD aufgenommen hatte, ganz unkompliziert an einen renommierten österreichischen Verleger. Er war begeistert davon, wie einfach und authentisch ich war und es kam zu einem Treffen mit ihm in Bruck. Das war der erste Schritt und ich machte mit ihm bald darauf mein erstes Album. Er war Berater und Mentor für mich und hat mich sehr geprägt. Einige Zeit später nahm ich an der Casting-Show „Herz von Österreich“ teil und erreichte dort den vierten Platz. Danach ging es relativ schnell, ich hatte bald meinen ersten Auftritt bei der „Starnacht am Wörthersee“. Seit nun etwa zehn Jahren ist die Musik mein Beruf. Auch wenn es sehr einfach wirkt, es steckt wirklich viel Arbeit dahinter.
Welche Botschaften möchtest du mit deinen Songs vermitteln?
Einerseits sollen meine Songs einfach zum Mitsingen sein und Lust auf Tanzen machen. Andererseits erzählen sie aber auch persönliche Geschichten. Dahinter stecken oft Botschaften, die mich gerade beschäftigen. So beschreibe ich etwa im Song „100% Made in Austria“, wie sehr ich meine Heimat liebe und wie gerne ich zu Hause bin. Ehrliche und authentische Botschaften in den Liedern sind mir besonders wichtig.

Und wie entstehen die Songs?
Ein Großteil davon entsteht unterwegs. Die Ideen kommen oft beim Sport, etwa beim Laufen, in der Natur im Pinzgau oder auch beim Autofahren. Viele meiner Songs schreibe ich auch in Deutschland. Mein Tonstudio hingegen ist in Tirol und die Songs singe ich bei Petra Bonamasser in Vorarlberg ein.
Was beschäftigt dich derzeit musikalisch?
Vor kurzem habe ich meine neue Single „Mehr davon“ veröffentlicht. Darin drücke ich meine Dankbarkeit gegenüber meinen Fans aus. Im Rahmen von neuen Singles oder Alben bin ich viel bei Radiosendern. In den nächsten Monaten sind mehrere Konzerte geplant, darunter ein Konzert mit Andrea Berg in Kitzbühel. Zudem möchte ich dieses Jahr noch mehrere Songs veröffentlichen.
Du bist eine geborene Pinzgauerin. Was ist dein aktueller Bezug zur Heimat?
Ich lebe seit fünf Jahren in Neukirchen im Oberpinzgau – einem Ort, an dem ich mich sehr wohlfühle und der für mich zu einem wichtigen Lebensmittelpunkt geworden ist. Gleichzeitig bin ich meinem Heimatort Niedernsill nach wie vor eng verbunden und verbringe dort regelmäßig Zeit. Das familiäre Umfeld, die Natur und das Dorfleben geben mir Kraft und Ausgleich. Viele meiner Musikvideos entstehen ebenfalls im Pinzgau, dessen beeindruckende Landschaft und besondere Atmosphäre mich immer wieder inspirieren.
Hast du Lieblingsplätze im Pinzgau?
Ich schätze meine Heimat und unsere Natur ganz besonders. Es gibt so viele Plätze, wo ich abschalten kann. Das kann etwa bei einem einfachen Spaziergang in Neukirchen sein. Ein besonderer Wohlfühlplatz ist für mich das Mühlbachtal in Niedernsill oder auch der Blausee in Neukirchen.
Was hast du in der Zukunft vor?
Für mich steht weiterhin im Fokus, gute Musik zu machen und mit meinem Publikum schöne Momente zu teilen. Ein Wunsch wäre es, eigene Konzerte zu spielen, wie ich es aktuell einmal jährlich auf der Burg Kaprun mache.

Nächste Auftritte von Julia Buchner:
- Wenn di Musik spielt Sommer Open Air 20. Juni 2026, Bad Kleinkirchheim
- Heute Leben – Live TV-Sendung ORF am 3. Juli 2026
- Konzert mit Andrea Berg am 29. August 2026, Kitzbühel
Aktuelle Informationen sind auf der Webseite von Julia Buchner zu finden.