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Genussvoll in Fahrt

MOUNTAINBIKER, TOURENRADLER UND RENNRADFAHRER LIEBEN DAS SALZBURGERLAND FÜR SEINE GRANDIOSEN RADSTRECKEN. DOCH AUCH ECHTE GENIESSER KOMMEN HIER AUF IHRE KOSTEN: WER DIE NEUE SLOW-BIKE-RUNDTOUR DURCH DEN FLACHGAU, DAS SALZBURGER SEELAND, DIE STADT SALZBURG UND DEN RUPERTIWINKEL PER E-BIKE ERRADELT, ABSOLVIERT GANZ SPIELERISCH 2.650 HÖHENMETER.

Es ist ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch: Die Salzach rauscht unter der Brücke, weit im Süden erkenne ich die Flanken des Tennengebirges. Und dennoch denke ich an Lebkuchen. Warum das so ist? Weil ich auf meiner viertägigen Radrundreise im Stille-Nacht-Ort Oberndorf erwacht bin. Nicht weit von meiner Unterkunft erklang vor fast 200 Jahren zum ersten Mal das berühmte Lied. Summend schwinge ich mich auf mein E-Bike: Der Motor unterstützt mich dabei, die drei großen Erhebungen auf meiner 164 Kilometer langen Rundtour der „3EuRegio Gipfel“ zu meistern: den Högl, den Buchberg und den 1.288 Meter hohen Gaisberg, die mir ohne Motor verwehrt geblieben wären. Doch erst einmal geht es durch die Hügellandschaft des Flachgaus hinein ins Salzburger Seenland. Der Duft von Wiesenblumen weht mir um die Nase. Schon von weitem grüßt das gelb leuchtende St.-Pankraz-Kirchlein vom Haunsberg. Spielend überwinde ich jeden Anstieg, bis sie endlich vor mir liegen: der Obertrumer See, der Mattsee und der Grabensee. Etliche Naturschutzgebiete beherbergt diese Landschaft. Dazu passt, dass Seeham das erste Bio-Dorf Österreichs ist. In Obertrum genehmige ich mir in der Trumer Privatbrauerei einen kühlen Pfiff aus dem preisgekrönten Designglas.

In Mattsee – meinem heutigen Etappenziel – stellt sich mir nur noch eine Frage

Bio Paradies Salzburger Land Tour 3 Foto: Andreas Kolarik/Leo 22.07.2015

Blick auf Seeham BioParadies SalzburgerLand

Erst der gebeizte Saibling mit Krenmousse im Restaurant Lust.Reich und dann ein Besuch im Porsche Museum fahr(T)raum oder umgekehrt? Am Seeufer lasse ich diesen beschwingten Tag früh und ruhig ausklingen, denn schon am nächsten Tag steht die erste „Bergetappe“ an. Von Mattsee geht’s nach einem gehaltvollen Frühstück den fünf Kilometer langen Anstieg zum Buchberg hinauf. Trotz seiner bescheidenen Höhe von 801 Metern überrascht mich der Rundumblick über das Alpenvorland und Gebirgsketten. Sogar mein nächstes Etappenziel rückt in den Fokus – die Stadt Salzburg samt Festung. „Zügig und zielstrebig“ lautet mein heutiges Motto, würden mir da nicht ständig ein paar Schmankerl in die Quere kommen: Im Café Moser in Seekirchen serviert man mir Sachertorte, im Landgasthof Holznerwirt in Eugendorf kann ich dem Gulasch vom hauseigenen Hochlandrind nicht widerstehen. Das Pfefferschiff in Hallwang lasse ich dann doch schweren Herzens aus. Mit dem festen Vorsatz wiederzukommen. Ohne Rad und mit viel Hunger.

Mit strammen Waden erreiche ich über die Trasse der ehemaligen „Ischlerbahn“ die Salzburger Altstadt mit ihrem Mix aus Kunst, Kultur und Historie.

Erstmal raus aus den Klamotten, unter die Dusche und rein ins Treiben der Mozartstadt: Mein Weg führt mich durch die engen Gassen und entlang der Salzach zum legendären Augustiner Bräu mit seinem schattigen Gastgarten und den feinen Köstlichkeiten aus dem Schmankerlgang. Melange und Apfelstrudel im Café Tomaselli hebe ich mir als Doping für den nächsten Morgen auf.

sbg_bike_kujat

Denn der Gaisberg verlangt Radfahrern gemeinhin alles ab. Doch tatsächlich wird die Anstrengung reich belohnt: Voll Stolz über diesen Anstieg genieße ich die grandiose Aussicht vom Salzburger Hausberg auf die Stadt und ihr den. Ich folge den Wegweisern zum Lustschloss Hellbrunn mit den Wasserspielen – einer meiner ganz persönlichen Höhepunkte dieser Radreise. Ich parke mein Gefährt und schließe mich einer Gruppe an, um das architektonische Wunderwerk des findigen Erzbischofs Markus Sittikus zu besichtigen. Erfrischt und erheitert von so viel Ideenreichtum erreiche ich am späten Nachmittag Großgmain mit dem Salzburger Freilichtmuseum und dem bezaubernden Marienheilgarten. Der rechte Ort, um innezuhalten. Die bisherigen Tage waren reich gefüllt mit kostbaren Eindrücken und Genussmomenten. Der Begriff „Slow Bike“ bekam eine völlig neue Bedeutung: Langsam radeln und in voller Fahrt genießen! Eine echte Empfehlung. Tourenbeschreibung auf www.slow-bike-tour.com alle Genussadressen auf www.via-culinaria.com

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