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Franz, der Wirt: Das Dorfwirtshaus in Bergheim

Am Dorfplatz in Bergheim bei Salzburg gibt es wieder ein richtiges Wirtshaus. Im Franz, der Wirt, treffen sich seit kurzem alle, die Wert auf gutes Essen, eine große und kreative Getränkeauswahl und gemütliches Wirtshaustreiben haben. Und wem das nicht genug ist: Wir haben noch ein paar Gründe mehr gefunden, warum man dem Franz in Bergheim einen Besuch abstatten sollte.

„Den Burgheimer müsst ihr unbedingt probieren. Wirklich ein Tipp!“ gibt uns eine Freundin mit auf den Weg in den Franz, der Wirt. Burgheimer? Aber der Reihe nach. Am Dorfplatz in Bergheim im SalzburgerLand gibt es also jetzt den Franz. Ein richtiges Wirtshaus, so wie früher. Wo sich alle treffen, zum Essen oder auch nur auf ein Feierabendbier, in ungezwungener und gemütlicher Atmosphäre. Eröffnet hat dieses Wirtshaus der Franz. Und zwar Franz Gmachl, der vierte seines Namens. „Wir wollten wieder ein gutes, bodenständiges Wirtshaus haben, in dem sich alle wohlfühlen. Mit qualitativ hochwertigem Essen zu vernünftigem Preisen, einem freundlichen Personal und entspannter Atmosphäre“, erklärt uns Franz Gmachl.

Die Wirtstube mit Bar im Franz, der Wirt

Wirtshaus 2.0
Den Gmachl in Bergheim gibt es schon lange. Rund 600 Jahre hat das Gmachl-Stammhaus auf dem Buckel. Früher war „der Gmachl“ ein traditionelles Dorfwirtshaus mit angeschlossener Metzgerei, bei dem sich Bauern und Fuhrleute nach ihrem Tagwerk getroffen haben. Franz III. eröffnete schließlich den Hotelbetrieb, den Silvia und Franz IV. zu dem ausbauten, was es heute ist: einem Vier-Sterne-Haus mit großem Wellness-Bereich und haubengekröntem Restaurant. Das Dorfwirtshaus als solches geriet dabei in den Hintergrund, die Wirtshausgäste mussten mit dem kleinen Dorfstüberl neben der Metzgerei Vorlieb nehmen. Das hat sich mit Franz, der Wirt, jetzt geändert. „Wichtig war uns, dass auch die Metzgerei weiter fortgeführt wird. Die gehört schon seit Jahrhunderten dazu und hatte früher einen noch höheren Stellenwert.“ So schließt sich mit Franz, der Wirt am Dorfplatz, der Kreis also wieder.

Bodenständige Hausmannskost und Wirtshaus-Klassiker wie Beuschel, Gulasch oder Backhendl-Salat offeriert man im Franz genauso wie moderne Pastagerichte, Spezialitäten aus der Metzgerei wie die Franz-Bratwurst oder eben die hauseigenen Spezial-Burger, „D`Burgheimer“. „Der Burgheimer ist der Renner“, erzählt uns Franz Gmachl mit leuchtenden Augen. „Zusätzlich zu den zwei Fleisch-Varianten wollten wir noch einen vegetarischen Burger anbieten. Da haben wir dann online abstimmen lassen. Wir haben uns eigentlich gedacht, wir nennen ihn „Veggie“. Ja, mei, und jetzt heißt er halt „Greeny“, erzählt Franz Gmachl lachend. Der persönliche Tipp von Franz IV. sind übrigens die Steaks. „Da haben wir viele verschiedene Zubereitungsarten und es gibt auch kleinere Steaks. Wir wollten, das auch bestimmt für jeden, der gerne Steaks isst, das richtige dabei ist.“

D´Burgheimer, die Burger-Kreation von Franz, der Wirt

Gastbierwahl, Franz-Karte & bestellen per iPad
Interaktion wird im Franz groß geschrieben. So können die Gäste zum Beispiel jeden zweiten Monat ein Gastbier wählen. Mittels Bierwahlkarten wird vor Ort und online aus vier Bieren gewählt. Der Favorit wird dann im Fass angeschlagen und mit einer Hausrunde gefeiert. Zwei Monate später gibt’s wieder vier Bier-Vorschläge und die nächste Bier-Legislaturperiode beginnt. Auch die „Franz-Karte“, eine Wertkarte, die man im Franz aufladen kann und mittels der sowohl im Wirtshaus als auch in der Metzgerei bargeldlos bezahlt werden kann, wird von den Gästen sehr gut genutzt. Bestellen kann man im Franz übrigens auch per Smartphone oder iPad. Fünf iPads stehen den Gästen zur Verfügung. Natürlich nicht nur für die Bestellungen, wie uns Franz Gmachl lächelnd erklärt: „Die, die schon mal bei uns waren, kommen rein und nehmen sich gleich ein freies iPad mit. Bestellt wird schon auch gerne damit. Viele wollen aber auch einfach ein bissal im Internet surfen. Und das ist ja auch okay so.“ WLAN gibt´s selbstverständlich kostenlos.

Was den Franz seiner Meinung nach ausmacht, fragen wir Franz den Vierten. „Mittag sitzen die Pensionisten neben den Arbeitern von der Baustelle und den Bankangestellten bei unserem Mittagsmenü. Am Abend kommen auch besonders viele Gäste aus der Stadt Salzburg oder dem angrenzenden Oberösterreich. Bei uns treffen sich Jung und Alt, es gibt keine Berührungsängste. Manche trinken nur ihr Feierabendbier bei uns, die anderen essen sich von der Suppe bis zum hausgemachten Frozen Joghurt durch unser Speisenangebot. Also ein bunter Mix in allem, bei dem sich jeder wohlfühlt. Ja, diese Kombination macht´s auch aus.“

Franz der Vierte vor dem Bild von Franz dem Ersten

Urgroßvaters Erbe & ein WC mit Zirbenduft
Auf ein stimmiges und gemütliches Interieur wurde im Franz besonders viel Wert gelegt. Die Hauptelemente Holz, Glas und Leder strahlen wohlige Behaglichkeit aus und sorgen so für den für das Franz so typischen Mix aus modernen und traditionellen Elementen. Die großzügige Lärchenholzerrasse spielt dank cleveren Glas-Schiebeelementen alle Stücke: in den kühleren Monaten ein Wintergarten, eine große Freiluftterrasse im Sommer. Und die WC-Anlagen sind übrigens aus Zirbenholz gefertigt. Ein WC mit Zirbenduft. Auch nicht schlecht, denken wir.

Dem Urgroßvater von Franz Gmachl und erster in der Franz-Ahnenreihe, Franz der Erste, begegnet man beim Wirt immer wieder. Ob Franz bei der Feldarbeit oder Franz vor dem alten Wirtshaus – der erfolgreiche Gmachl-Ahne blickt den Gästen aus geschickt arrangierten Bildern aus verschiedenen Ecken des Lokals entgegen. Der alte Franz symbolisiert die Pflege der Tradition. Auch das Logo von Franz, die Metzgerei und Franz, der Wirt ist an Franz I. angelehnt: Hut und Schnauzer ziehen sich als Symbol für den Franz durch. „Der Urgroßvater Franz ist fast 100 Jahre alt geworden“, verrät uns Silvia Gmachl. „Der war auch sehr tüchtig, ein richtiger Macher. Manche Gäste können sich an den sogar noch erinnern und haben dann eine totale Gaudi, wenn sie die Fotos sehen, die hier überall herumhängen“, erzählt sie schmunzelnd.

... und über allem hat Urgroßvater Franz I. ein wachsames Auge.

Auch Silvia und Franz Gmachl sind tatkräftig und mit Herz und Seele im Franz dabei. „Ein Franz ist eigentlich immer anwesend“, lacht Franz IV. Mittlerweile arbeitet auch schon der Nachwuchs im Betrieb mit. Franz V. steht gerade hinter der Bar, als wir den Franz besuchen. „Die Kinder haben auch tolle, neue Ideen beigesteuert“, erzählt Silvia Gmachl stolz. „Zum Beispiel den Burgheimer. Da waren mein Mann und ich erst skeptisch. Aber die Kinder haben uns dann erklärt, wie man einen Burger auch anders zubereiten kann, also nicht einfach so 08/15. Und jetzt ist der Burgheimer einer unserer absoluten Renner. Auch die Waffeln und das Frozen Joghurt haben die Kinder eingebracht.“

Dass der Mix aus Altvertrautem und Neuem bestens funktioniert, zeigt sich schon alleine an der Gästefrequenz. Während der drei Stunden, in der wir beim Franz sitzen und mit Silvia und Franz Gmachl sprechen, herrscht eine ausgelassene Wirtshausstimmung. Wie es halt so ist, bei einem richtigen Wirt.

Abschließend fragen wir Franz IV., was das schönste Kompliment ist, das ihm ein Gast machen kann. Da muss Franz Gmachl nicht lange überlegen: „Das schönste Kompliment ist, dass er wiederkommt. Und das machen sehr viele.“

Und die Burgheimer? Die waren großartig.

Franz – Der Wirt
Dorfstraße 35
5101 Bergheim
Telefon: +43 662 45 21 24-70
E-Mail: franz.wirt@gmachl.at

Fotocredits:
© Luigi Caputo
© RoCh

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Kommentare

Kommentare

  1. geschrieben von Königsberger Heidrun

    meiner Meinung sollte man sofort das ganze Personal im Wirtshaus austauschen. Sehr unfreundliche Kellner man wird nicht mal beachtet da müsste man schon 2 Meter groß sein und nicht mal dann. Ich bezahle lieber etwas mehr und lass mich von freundlichen und geschultem Personal bedienenen, die was wissen wie man in so einem „seriösen“ Betrieb mit Gästen oder einer Kundschaft redet. Man sollte sich schließlich wohlfühlen, aber wenn der Kellner/in nicht mal Hallo sagen kann hat das für mich nichts mit einer Bewirtung zu tun. Also lieber ins Hotel gehen, dort dass Restaurant nutzen – ein oder zwei Euro mehr bezahlen und sich wohl fühlen, nur so ein kleiner Tipp“““

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