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Domquartier – Barockjuwel in der Salzburger Altstadt

„Wer das DomQuartier besucht, wird Salzburg besser verstehen“

Interview mit Dr. Elisabeth Resmann, Geschäftsführerin des DomQuartiers

Eine Frau als Hausherrin über das langjährige Machtzentrum der Fürsterzbischöfe – was würde wohl der Erschaffer dieses Komplexes, Erzbischof Wolf Dietrich, dazu sagen?

(Resmann lacht) Zuallererst wäre er wohl ziemlich schockiert! Ich hoffe aber, Wolf Dietrich würde sich aufgeschlossen genug erweisen, nicht das Geschlecht, sondern die Qualifikation als Kriterium für diese Aufgabe zu sehen. Mit Salome Alt an seiner Seite waren ihm kultivierte und kluge Frauen ja vertraut.

Wohin soll die Reise mit dem DomQuartier gehen?

Salzburg ist eine Barockstadt, deshalb auch der Name „kleines Rom“. Im DomQuartier soll der Barock in all seiner Vielschichtigkeit vermittelt und im zeitgenössischen Dialog auf inspirierende Weise näher gebracht werden. Salzburg soll als Museumsstadt gestärkt werden.

Was war die größte Herausforderung, damit dieses Projekt Wirklichkeit werden konnte?

Alle Beteiligten auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören und das institutionelle Denken beiseite zu räumen. Das einmalige am DomQuartier ist ja, dass Residenz, Dom sowie das älteste Benediktinerstift im deutschen Sprachraum, St. Peter, wieder zu einer Einheit zusammenschmelzen, die in einem Museumsrundgang von 1300 Metern Länge besichtigt werden kann. Nur gemeinsam, als Einheit, können wir Besucher anlocken, ein besseres Programm und eine bessere Bespielung bieten. Wir stärken uns gegenseitig und profitieren voneinander!

Was hat für Sie am meisten Faszination am und im neuen DomQuartier?

Das DomQuartier ist der Nukleus des einstigen absolutistischen Machtzentrums. Hier liegt der Grund dafür, dass Salzburg so aussieht, wie es aussieht. Wer das DomQuartier besucht, wird Salzburg besser verstehen. Jedes Mal, wenn ich durchgehe, entdecke ich etwas Neues und finde Antworten, warum diese Stadt so ist, wie sie ist.

Wo genau im Domquartier ist Ihr persönlicher Logenplatz?

Auf der Terrasse! Der Blick von dort auf die Stadt ist einfach überwältigend!

Verdanken wir es Ihren beiden Töchtern (6 und 2 Jahre alt), dass es für Kinder eine eigens entwickelte Audio-Tour geben wird?

Ja! Wer selbst Kinder hat, weiß, dass es ein attraktives Programm und Angebot braucht, um ein Museum von vorne bis hinten zu besichtigen. Jetzt haben wir Texte, die wirklich lustig sind, wo Kinder für Kinder lesen, man einen Schatz entdecken und eine Medaille gewinnen kann.

Sie haben in Wien, Salzburg und Florenz Jus studiert und konnten international Erfahrungen im Kulturbereich sammeln. Was bedeutet Ihnen die Funktion der Geschäftsführerin des DQ?

Da ich das Projekt DomQuartier bereits vor sieben Jahren im Büro des damaligen Wirtschafts- und Museumsreferenten Dr. Haslauer betreuen durfte, ist diese Aufgabe heute für mich eine wunderbare Brücke. Ich liebe meinen Job und habe sehr viel Freude an der Arbeit, Salzburg weiter als Museumsstadt zu etablieren.

Wir danken für das Gespräch und wünschen Ihnen viel Glück und Erfolg!

Fotos: Copyright Kolarik

Auflegen und loslesen Foto: pingeb.org

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