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Die große Freiheit

Im SalzburgerLand gibt es unzählige Routen für passionierte Skitourengeher. Von sanften Almtouren bis hin zu grandiosen Spuren im hochalpinen Terrain. Jedes Frühjahr treffen sich im Glocknergebiet Liebhaber des besonderen Erlebnisses: Eine Skitour auf den 2.938 Meter hohen Kloben samt Abfahrt ins Käfertal gilt als extravagantes Highlight eines Skitouren-Winters.

„Juchhe“, jodle ich dieser einmaligen Kulisse zu, „das ist der Wahnsinn“. Gerade eben ist mir noch der Wind um die Ohren gesaust. Vor lauter Nebel habe ich die Hand nicht vor Augen gesehen. Und jetzt das: freie Sicht auf dreißig Dreitausender, sogar der Großglockner winkt herüber. Vor uns liegt eine Abfahrt aus feinstem Firn. Breit öffnet sich der Spielmanngletscher nach unten. Ich bin die erste, die ihre Spur in den butterweichen Schnee zaubert. Sieben Kilometer und 1.650 Höhenmeter werde ich hinabschwingen wie vogelfrei. Und das, obwohl ich nur 600 Höhenmeter Aufstieg hinter mir habe.

Los geht’s am Fuscher Törl
Wenn die Großglockner Hochalpenstraße Ende April öffnet, beginnt im SalzburgerLand die Käfertal-Skitourenzeit. Warum die Route bei Genussgehern und Freaks gleichermaßen beliebt ist? Weil der Aufstieg kurz und die Abfahrt umso länger ist – den Skitaxis sei Dank! Ab sechs Uhr früh kutschieren sie Tourengeher von der Mautstelle Ferleiten hinauf zum Fuscher Törl. Ruckzuck geht’s auf 2.430 Meter Höhe, dem Startpunkt der Tour. Und mittags holen sie einen weit hinten im Käfertal wieder ab.

Auf der sicheren Seite
Peter Embacher ist technischer Betriebsleiter der Großglockner Hochalpenstraße. Der Pinzgauer kennt den Kloben in- und auswendig, so oft ist er schon oben gewesen. „Man geht circa zwei Stunden ganz gemütlich hinauf auf knapp 3.000 Meter Höhe, hat eine unglaubliche Aussicht und eine angenehme, nicht allzu steile Abfahrt“, beschreibt er die Runde. Auf der ist man zwar nie ganz alleine unterwegs, aber die unendliche Welt aus Bergriesen und Schneefeldern teilt man gerne mit Gleichgesinnten. „Auf Skitour sollte man sowieso mindestens zu zweit seit“, sagt Peter. „Wer wenig erfahren ist, nimmt sich am besten einen Ski- und Bergführer.“

Achtung: Frühaufsteher!
Bevor wir am Morgen gestartet sind, haben wir den Wetter- und Schneebericht gecheckt sowie Biwaksack, Lawinenverschütteten Suchgerät (LVS-Gerät), Schaufel und Sonde in den Rucksäcken verstaut. Obendrauf kam noch Wechselkleidung und eine Jause. Am Fuscher Törl empfing uns ein mystischer Mix aus dunklen Wolken, blauen Lichtblicken, Wind und aufgehender Sonne. Über unwegsames, schneefreies Gelände sind wir zu Fuß ein Stück bergab gestiegen, haben ein Schneefeld gequert und dann die Felle aufgezogen. Gemächlich ging’s im typischen Touren-Schlurfschritt am Rand eines Gletscherfeldes und über eine etwas steilere Spur hinauf zum Klobengrat, ganz so, wie es Peter Embacher geraten hat: „Der Kloben ist eine typische Frühlingstour, zu der man früh aufbrechen sollte. Später könnten sich durch die Sonne kleine Nassschneebretter lösen.“

Es gibt nichts Schöneres
Das Gefühl ist unbeschreiblich, irgendwas zwischen glückseliger Freiheit und aufgedrehtem Gekreische. „Mach, dass es nie aufhört“, schicke ich laut ins Universum. Dem kalten und stürmischen Kloben-Gipfel haben wir schnell den Rücken zugedreht. Die kleinen Schneekristalle haben mich sogar durch die Tourenhose gepikst. Dafür strahlt jetzt die Sonne und leuchtet mir den Weg in den Pfandlschartengraben. Jeder Schwung sitzt, ich flechte Zöpfe in die weiße Pracht, so nennt man das. Erst auf den letzten Metern wird der Schnee tiefer und spärlich. Achtung, Konzentration! Schließlich  will ich nicht im Wasserloch enden. Und dann bin ich unten. Viel zu schnell. Aber ich komme wieder! Ins Skitourenparadies SalzburgerLand.

Tipp
Mit der neuen BACKLAND Ski-Serie verspricht der Salzburger Hersteller Atomic Skitourengehern einen (fast) mühelosen Aufstieg. Die Ski sind ultraleicht, wendig und haben einen starken Kantengriff. Das macht sie zum perfekten Begleiter im Backcountry und auf der Piste. www.atomic.com

Skitourencamps für Anfänger und Fortgeschrittene, für 3 oder 4 Tage, in Kombination mit Yoga oder nur für Frauen: Mit kompetenten Bergprofis wird das Backcountry zum „Playground“. www.skitourenwinter.at

Fotocopy: SalzburgerLand Tourismus GmbH

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