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Allerheiligen auf dem Friedhof von St.Peter

Heiligenverehrung ist so alt wie das Christentum. In Zeiten der Verfolgung durch die römischen Kaiser wurden die Märtyrer, die für ihr christliches Bekenntnis ihr Leben geopfert hatten, besonders verehrt. Die steigende Zahl der Heiligen machte es zusehends unmöglich, jedem einen besonderen Tag zu gwidmen. Also wurde am 1. Sonntag nach Pfingsten, das  als „Geburtsfest“ der Kirche gilt, der Herrentag aller Heiligen gefeiert. Das ist in den meisten orthodoxen Kirchen nach wie vor so. Ab dem 8. Jahrhundert setzte sich – wahrscheinlich durch den Einfluss irisch-schottischer Wandermönche – der 1. November als Festtermin immer mehr durch. Schließlich wird seit Ende des 10. Jahrhunderts am 2. November mit Allerseelen zusätzlich ein Gedenktag für alle Verstorbenen gehalten. Weil dieser Tag aber kein gesetzlicher Feiertag ist, hat sich hierzulande die Praxis durchgesetzt, die Heiligen und die Toten gemeinsam am sogenannten „stillen Feiertag“ zum Monatsersten, an dem nicht getanzt werden darf und laute Musik verboten ist, zu ehren.

Dabei werden die Kirchen in der liturgischen Farbe Weiß geschmückt, die im asiatischen Raum die Farbe der Trauer ist, und auf den Gräbern schimmern Kerzen. Die roten Lichter im Dunkel der Friedhöfe stellen den symbolischen Übergang zwischen Hell und Dunkel, Leben und Tod, dar, das weiße Licht der Feuerflamme, unbeständig flackernd wie der Lebensatem selbst, ist zugleich voller Hoffnung und Freude. Freude darüber, mit denen, die nicht mehr sind, ein Stück Leben geteilt zu haben. In Mexiko wird dieser Lebensfreude wiederum ganz lautstark Ausdruck verliehen, mit Tanz und Picknick am Friedhof. Der „Dia de los Muertos“ wurde 2003 von der UNESCO in die Liste der „Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit“ aufgenommen. In Salzburg wird die Erinnerung an die Verstorbenen im Weltkulturerbe der Altstadt gefeiert.

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