Ein Glas für jeden Wein? Was heute selbstverständlich erscheint, war vor nicht allzu langer Zeit eine kleine Revolution in der Weinwelt. Doch René Gabriel erschuf mit „Gabriel-Glas“ ein Universalglas, das heute in Spitzenrestaurants und bei renommierten Winzern rund um den Globus im Einsatz ist. Doch was viele nicht wissen: Die Erfolgsgeschichte von Gabriel-Glas ist fest mit dem SalzburgerLand verbunden.
Braucht es wirklich für jede Rebsorte ein eigenes Glas? Für Bordeaux eines, für Burgunder ein anderes, dazu Spezialformen für Riesling, Champagner oder Süßwein? Jahrzehntelang galt das als ungeschriebenes Gesetz der Weinwelt. Je ambitionierter der Weinliebhaber, desto voller der Gläserschrank. Ausgerechnet ein Unternehmen aus Hallein im Tennengau stellte dieses Prinzip auf den Kopf. René Gabriel bewies mit Gabriel-Glas, dass höchster Weingenuss auch mit einem einzigen Glas funktionieren kann – und setzte damit einen Meilenstein, der heute aus der internationalen Weinszene nicht mehr wegzudenken ist. „Damals war das eine echte Pionierleistung“, betont Gabriel-Glas-Geschäftsführer Tobias Herlbauer. „Vor 15 Jahren gab es dieses Konzept des Universalglases in dieser Form praktisch noch nicht.“
Die Innovation des Universal-Weinglases
Die Geschichte beginnt nicht in einer Marketingabteilung, sondern im Kopf oder eher am Gaumen eines renommierteten Weinkritikers. René Gabriel verkostete über Jahrzehnte rund um den Globus unzählige Weine. Irgendwann stellte er sich eine scheinbar einfache Frage: Was ist für Weinliebhaber eigentlich wichtiger – ein Keller voller guter Weine oder ein Schrank voller Gläser? Die Antwort war für ihn klar. Also begann er nach einem Glas zu suchen, das alle Weinstile gleichermaßen zur Geltung bringt. Weil ihn keine bestehende Lösung überzeugte, entwickelte er gemeinsam mit professionellen Glasdesignern schließlich selbst ein völlig neues Glas. Nach zahlreichen Skizzen, Prototypen und Verkostungen entstand jene charakteristische Form, die heute als Gabriel-Glas weltweit bekannt ist.
Eigentlich war es gar nicht geplant, das neu entwickelte Weinglas zu verkaufen. Denn René Gabriel entwickelte das Universal-Glas für seine eigene Arbeit als Weinverkoster. Doch Winzer und Sommeliers waren vom Gabriel-Glas so begeistert, dass sich diese Innovation in der Szene schnell herumsprach. „René Gabriel hat das Glas ursprünglich nur für sich selbst entwickelt“, erzählt Tobias Herlbauer. „Aber immer mehr Winzer und Sommeliers haben gefragt, ob man es kaufen kann. Daraus ist Schritt für Schritt ein Unternehmen entstanden.“

So wurde aus der Universal-Glas Idee für Weine ein Unternehmen: 2010 wurde die Gabriel-Glas GmbH im SalzburgerLand gegründet, mit heutigem Sitz in Hallein. Für die Produktion arbeitet das Salzburger Unternehmen mit den hochwertigsten Glasherstellern zusammen, um jene Top-Qualität zu liefern, für die Gabriel-Glas international bei Sommeliers und Weinliebhabers geschätzt wird. Die Marke Gabriel-Glas wurde vor allem durch Empfehlungen bekannt – von Sommelier zu Sommelier, von Winzer zu Winzer, von Weinliebhaber zu Weinliebhaber. Die „Mundpropaganda“ ist bis heute ein starkes Zugpferd: Das spricht für eine ausgezeichnete Produktqualität über Jahre. So setzt Gabriel-Glas bis heute kaum auf klassische Werbung und ein reduziertes Sortiment, das aber über alle Gläser hinweg höchsten Qualitätskriterien entspricht.
Das Besondere an Gabriel-Glas
Dass die Idee von René Gabriel und seinem Universalglas für Weine funktioniert, liegt vor allem an ihrer Einfachheit. Statt viele unterschiedliche Spezialgläser zu entwickeln, verfolgt Gabriel-Glas konsequent den Gedanken des Universalglases. Die Geometrie des Kelchs wurde so abgestimmt, dass sich unterschiedlichste Aromen optimal entfalten können – unabhängig davon, ob Weißwein, Rotwein, Süßwein oder sogar Champagner eingeschenkt wird. Selbst kleinste Details wie die leicht konische Form oder der sogenannte „Bouquet Drive“ im unteren Bereich des Kelchs wurden über viele Entwicklungsschritte optimiert.
Gabriel-Glas: Das Weinglas für Spitzenrestaurants und für daheim

Heute findet man Gabriel-Glas in Spitzenrestaurants, renommierten Weingütern und bei professionellen Verkostungen rund um den Globus. Besonders stark vertreten ist die Marke in den USA, Deutschland, Japan oder Südafrika. In Österreich ist Gabriel-Glas zwar weit verbreitet, doch dass diese Produkt-Innovation aus dem SalzburgerLand stammt, ist oft nicht bekannt. „Viele glauben bis heute, wir wären eine Schweizer Firma“, erzählt Tobias Herlbauer. „Oder sie wissen gar nicht, dass unser Unternehmen in Hallein zuhause ist.“
Ein Glas für jeden Wein

Gerade dieser pragmatische Ansatz trifft den Zeitgeist. Immer mehr Restaurants reduzieren ihre Glasvielfalt zugunsten eines hochwertigen Universalglases – aus praktischen, wirtschaftlichen und nachhaltigen Gründen. Auch viele Weinliebhaber entscheiden sich bewusst für Qualität statt Quantität. „Es ist gescheiter, sechs wirklich gute Weingläser zu besitzen als fünfzig durchschnittliche, die man teilweise kaum benutzt“, bringt es Gabriel-Glas-Geschäftsführer Herlbauer auf den Punkt. „Unser Ziel war und ist eigentlich ganz einfach: Dass Menschen ein Glas haben, mit dem sie jeden Wein genießen können, ohne lange darüber nachdenken zu müssen.“
Gabriel-Glas GmbH
Schwarzstraße 9
5400 Hallein
www.gabriel-glas.at