Im Nonntal in der Stadt Salzburg duftet es seit 2025 nach Westafrika: Mit Le Nimba hat sich Ibrahim Khalil Diallo hier seinen großen Traum erfüllt. Seine Küche verbindet afrikanische Kindheitserinnerungen mit europäischer Kochkunst.
Als Ibrahim vor zehn Jahren aus Guinea nach Österreich kam, hatte er mehr im Gepäck als nur einen Koffer, nämlich einen Traum: Er wollte ein eigenes Restaurant. Nach fünf Jahren im Schloss Fuschl, zuerst als Lehrling, dann als Koch, war 2025 endlich der richtige Moment: In der Petersbrunnstraße in Nonntal eröffnete er Le Nimba und bietet dort seither afrikanisch-europäische Fusion Kitchen an.

Von der Mama gelernt, in Österreich erweitert
Die afrikanische Küche hat Ibrahim von seiner Mutter gelernt. In Österreich kam die europäische und österreichische Küche dazu. Heute verschmelzen diese Welten auf seinem Teller ganz selbstverständlich, ehrlich und ohne Schnickschnack.
Am beliebtesten bei seinen Gästen ist die Chaka Waka Bowl: Jollof-Reis aus Westafrika, Kochbananen, Maniok, Süßkartoffeln. In Guinea wird sie traditionell mit Huhn oder Fleisch gegessen. Im Le Nimba gibt es sie auch mit Falafel. Denn: Vegetarisch ist in Salzburg gefragt und Ibrahim hört genau hin.

Außerdem auf der Karte: Gnébé (herzhafter Bohneneintopf), Puff Puff (Westafrikanische süße Bällchen) und Ibrahims Liebling Atchéké, ein traditionelles westafrikanisches Gericht, das aus frischem Maniok hergestellt wird und von der Textur her an Couscous erinnert.
Viele seiner Gewürze und Zutaten bekommt Ibrahim direkt aus Afrika. Wenn Freund*innen oder Bekannte nach Hause fliegen, bringen sie ihm mit, was es hier schwer zu bekommen gibt. Zusätzlich hat er Kontakte über Italien nach Afrika und kommt so immer an die besten Rohstoffe für seine Gerichte.

Das Le Nimba macht sich einen Namen
Der Start ins eigene Lokal war arbeitsintensiv und verlangte viel Einsatz, vor allem am Anfang. Mit viel Werbung und Eigeninitiative hat sich das Le Nimba aber rasch einen Namen gemacht, sogar die Red-Bull-Spieler waren schon bei Ibrahim zu Gast.

Aktuell führt Ibrahim das Lokal alleine, normalerweise gemeinsam mit seiner Frau, doch gerade ist Nachwuchs da. Im Sommer braucht er zwei Mitarbeiter, sagt der Küchenchef, denn mit dem gar nicht mal so kleinen und sehr hübschen Gastgarten ist einiges los. Achso und übrigens: Der Name Le Nimba geht auf eine afrikanische Frauenfigur zurück, die für Fruchtbarkeit und Fülle steht. Wir finden, das passt ganz gut zu Ibrahims Lokal.

Le Nimba
Petersbrunnstraße 9
5020 Salzburg