{"id":117402,"date":"2017-02-21T16:33:35","date_gmt":"2017-02-21T15:33:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/?p=117402"},"modified":"2021-01-19T11:23:47","modified_gmt":"2021-01-19T10:23:47","slug":"die-geschichte-des-wassers-im-salzburgerland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/die-geschichte-des-wassers-im-salzburgerland\/","title":{"rendered":"Die Geschichte des Wassers"},"content":{"rendered":"<h2><strong><span>Urmeer und Eiszeit<\/span><\/strong><\/h2>\n<p><span>Wir drehen das Rad der Zeit um viele Millionen Jahre zur\u00fcck. Wo heute friedlich Almvieh auf gr\u00fcnen Weiden grast, pl\u00e4tscherten damals die Wellen des Urmeers. Noch heute belegen dies zahlreiche versteinerte Muscheln im Steinernen Meer, die wie gro\u00dfe Kuhtritte im Fels verewigt sind. Im Geologiepark in Wei\u00dfbach kann man einige dieser Magalodonten bewundern. Dann folgte die Eiszeit und mit ihr bedeckte ein etwa ein Kilometer dicker Eispanzer das SalzburgerLand. Die Kraft der z\u00e4h flie\u00dfenden Gletscher formte die Landschaft und lie\u00df die Trogt\u00e4ler, Kare und Wannen der Seen entstehen, wie wir sie heute kennen. Als Reste dieser enormen Gletscher zeugen die Pasterze am Glockner, das <a href=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/gipfelglueck-am-kitzsteinhorn\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kitzsteinhorn<\/a> oder das ewige Eis am Gro\u00dfvenediger. Insgesamt gibt es in \u00d6sterreich 925 Gletscher mit einer Gesamtfl\u00e4che von rund 540 km\u00b2, davon befinden sich 173 im Bundesland Salzburg. Diese Gletscher sind wertvolle Wasserreservoirs, die zum Beispiel auch die Stauseen Mooserboden in Kaprun speisen und zur Gewinnung von Energie dienen. <\/span><\/p>\n<h2><strong>Die Wasserleitung vom Untersberg<\/strong><\/h2>\n<p>Klares Quellwasser l\u00f6scht den Durst. Das wussten auch die M\u00e4chtigen und so lie\u00dfen sich bereits im 15. Jahrhundert die Salzburger Erzbisch\u00f6fe das Quellwasser des Untersberges t\u00e4glich mit <a href=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/auf-den-spuren-der-salzburger-wasserreiter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wasserreitern<\/a> zur f\u00fcrstlichen Tafel bringen. Im Jahr 1654 baute F\u00fcrsterzbischof Graf von Thun und Hohenstein die erste Wasserleitung von den F\u00fcrstenquellen am Untersberg in die Stadt Salzburg. Mit 3.237 R\u00f6hren aus L\u00e4rchenholz leitete er erstmals das Wasser in die Stadt. Damit auch die B\u00fcrger in den Genuss des Wassers kommen, lie\u00df er den Residenzbrunnen errichten. Doch die Leitung hielt dem gro\u00dfen Wasserdruck nicht stand. Erst 1875 wurde das Projekt mit einer neuen Quellfassung und einer rund neun Kilometer langen gusseisernen Leitung erneut realisiert. Heute noch liefert der Grundwasserstrom unter dem Untersberg den Gro\u00dfteil des Trinkwassers f\u00fcr die Stadt Salzburg und auch die Traditionsbrauerei Stiegl braut ihr Bier mit dem reinen, unbehandelten Quellwasser des Untersbergs.<\/p>\n<div id=\"attachment_114472\" style=\"width: 1180px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-114472\" class=\"size-1170_658 wp-image-114472\" src=\"https:\/\/cdn.salzburgerland.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/wasserreiter00011-1170x658.jpg\" alt=\"\" width=\"1170\" height=\"658\" srcset=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/wasserreiter00011-1170x658.jpg 1170w, https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/wasserreiter00011-1200x675.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1170px) 100vw, 1170px\"><p id=\"caption-attachment-114472\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 SalzburgerLand Tourismus, Peter Zeitlhofer \u2013 Auf den Spuren der Wasserreiter<\/p><\/div>\n<h2><strong>Mit Wasser zum Salz<\/strong><\/h2>\n<p>Die Salzvorkommen am <a href=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/hallein\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">D\u00fcrrnberg in Hallein<\/a> machten Salzburg schon in der Keltenzeit zur Schatzkammer der Region. Wasser spielte bei der Gewinnung des \u201ewei\u00dfen Goldes\u201c eine essentielle Rolle. Wasser wurde bei diesem nassen Abbau in die Stollen geleitet und die so entstandene Sole in der Sudpfanne erhitzt, bis das Wasser verdampfte und pures Salz zur\u00fcckblieb. Entlang der Salzach wurde das Salz f\u00fcr den Handel verschifft und sorgte f\u00fcr Reichtum in der barocken Residenzstadt Salzburg. Die Salzproduktion am D\u00fcrrnberg wurde 1989 eingestellt, doch das \u00e4lteste Besucherbergwerk der Welt erm\u00f6glicht den Besuchern immer noch Einblick in die Welt der Salzgewinnung.<\/p>\n<h2><strong>Die Kraft des Wassers<\/strong><\/h2>\n<p>Die ersten Planungen f\u00fcr das <a href=\"https:\/\/www.verbund.com\/de-at\/ueber-verbund\/besucherzentren\/kaprun\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kraftwerk Kaprun<\/a>, mit dem Wasser der umliegenden Berge Strom zu erzeugen, starteten bereits Ende des ersten Weltkrieges. Im Mai 1938 erfolgte der Spatenstich f\u00fcr das Tauernkraftwerk, und im September 1944 konnte der erste Teil der Anlage in Betrieb gehen. Die Speicherkraftwerke Kaprun in den Hohen Tauern sind heute ein geschichtlicher Meilenstein der Stromversorgung. Das Wasser ist gro\u00dfteils Schmelzwasser des Pasterzengletschers des Gro\u00dfglockners, das im Stausee Margaritze gesammelt und durch den 11,6 km langen M\u00f6ll-\u00dcberleitungsstollen in den Speicher Mooserboden geleitet wird. Durch die n\u00f6rdlich und s\u00fcdlich des Alpenhauptkamms liegenden Einzugsgebiete k\u00f6nnen Niederschlagsereignisse verschiedener klimatischer Zonen erfasst und genutzt \u2013 und auch f\u00fcr den Hochwasserschutz reguliert \u2013 werden. Besucher der Stauseen wandern \u00fcber die m\u00e4chtige Staumauer Mooserboden, wo 84,9 Millionen Kubikmeter Wasser von der Talsperre zur\u00fcckgehalten werden. Das imposante Bauwerk ist 107 m hoch, 500 m lang, an der Basis rund 70 m dick und heute ein sommerlicher Besuchermagnet f\u00fcr ein internationales Publikum.<\/p>\n<h2><strong>Die kaiserlichen Sommerfrischler<\/strong><\/h2>\n<p>Im 19. Jahrhundert zog es die St\u00e4dter zur sommerlichen Landlust ins SalzburgerLand. Die Sommerfrische nannte man zu dieser Zeit den Urlaub an den heimischen Seen. Mit der Eisenbahn fuhr der Adel an malerische Domizile im <a href=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/das-wasser-der-salzburger-seen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Salzburger Seenland<\/a>, und auch <a href=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/wasserreiches-zell-am-see-kaprun\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zell am See<\/a> im Pinzgau erfuhr mit der Sommerfrische einen ersten touristischen Aufschwung. Das Baden in den glasklaren Seen, das Flanieren und Wandern in der l\u00e4ndlichen Luft und auch das Bergsteigen war den Aristokraten ein erfrischendes Vergn\u00fcgen. Kaiser Franz Joseph war wohl der ber\u00fchmteste Sommerfrischler, den es ab 1853 ins Salzkammergut zog, doch auch \u00c4rzte, Fabrikanten und K\u00fcnstler taten es dem Kaiser gleich. So entstand eine touristische Infrastruktur an Seeb\u00e4dern, Caf\u00e9s und Hotels, die ihren Sommerfrische-Charme teils bis heute nicht verloren haben.<\/p>\n<div id=\"attachment_115039\" style=\"width: 1180px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-115039\" class=\"size-1170_658 wp-image-115039\" src=\"https:\/\/cdn.salzburgerland.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/fuschlsee00005-1170x658.jpg\" alt=\"\" width=\"1170\" height=\"658\"><p id=\"caption-attachment-115039\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Salzburger Land Tourismus, Peter Zeitlhofer \u2013 Sommerfrische am Fuschlsee<\/p><\/div>\n<h2><strong>Ursprung gro\u00dfer Fl\u00fcsse<\/strong><\/h2>\n<p>Das SalzburgerLand ist Quell-Ort manch gro\u00dfer Fl\u00fcsse. Enns, <a href=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/die-6-salzburger-stadtstraende\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Salzach<\/a> und Saalach entspringen in diesem Bundesland und sind Lebensader f\u00fcr Fauna und Flora, aber auch wirtschaftliche Hauptdarsteller im SalzburgerLand. Der Saalach-Ursprung liegt in den Kitzb\u00fcheler Alpen, zwischen Hochtorsee und dem 2.178 m hohen Gipfel des Gamshag im Glemmtal. 103 Kilometer windet sich die Saalach durch den Pinzgau und das Salzburger Saalachtal, verl\u00e4sst \u00d6sterreich am kleinen Deutschen Eck, bevor sie am Saalachspitz in Salzburg-Liefering in die Salzach m\u00fcndet. \u00dcber die Saalach wurde \u00fcber viele Jahre lang das Holz f\u00fcr die Salzerzeugung in Bad Reichenhall getriftet. Die Salzach ist einer der gro\u00dfen wasserreichen Fl\u00fcsse der Alpen, sie\u00a0entspringt unterhalb der Salzachgeier in Wald im Pinzgau und vereinigt sich mit der Krimmler Ache. Entlang der Hohen Tauern flie\u00dft sie durch den Oberpinzgau und den Pongau ins Salzburg-Halleiner Becken und vereinigt sich in Salzburg mit der Saalach. Bei Braunau m\u00fcndet sie in den von Westen kommenden Inn. Die Salzach verdankt ihren heutigen Namen der Salzschifffahrt, die bis ins 19. Jahrhundert auf dem Fluss betrieben wurde.\u00a0 Auch die Enns, der mit 254 km l\u00e4ngste Binnenfluss \u00d6sterreichs, entspringt im SalzburgerLand. Die Quelle der Enns liegt in den Radst\u00e4dter Tauern am Fu\u00df des Kraxenkogels. Im Altenmarkt-Radst\u00e4tter Becken verl\u00e4sst sie das SalzburgerLand und \u00fcberquert die Grenze zur Steiermark.<\/p>\n<div id=\"attachment_116653\" style=\"width: 1180px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-116653\" class=\" wp-image-116653\" src=\"https:\/\/cdn.salzburgerland.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/quelle-gollinger-wasserfall-1170x658.jpg\" alt=\"\" width=\"1170\" height=\"658\" srcset=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/quelle-gollinger-wasserfall-1170x658.jpg 1170w, https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/quelle-gollinger-wasserfall-1200x675.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1170px) 100vw, 1170px\"><p id=\"caption-attachment-116653\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 SalzburgerLand Tourismus, Theresa Kaserer \u2013 Quelle des Gollinger Wasserfalls<\/p><\/div>\n<p>Entdecken Sie 10 weitere <a href=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/top-10-ausflugsziele-am-wasser\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Top-Ausflugsziele am Wasser<\/a> und lesen Sie mehr \u00fcber den <a href=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/wasserreiches-salzburgerland-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wasserreichtum im SalzburgerLand.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urmeer und Eiszeit Wir drehen das Rad der Zeit um viele Millionen Jahre zur\u00fcck. 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