{"id":130101,"date":"2019-05-03T13:49:30","date_gmt":"2019-05-03T11:49:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/?p=130101"},"modified":"2023-06-21T16:15:58","modified_gmt":"2023-06-21T14:15:58","slug":"meine-lena-das-kitz-vom-mandlberggut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/meine-lena-das-kitz-vom-mandlberggut\/","title":{"rendered":"\u201aMeine Lena\u2018 \u2013 das Kitz vom Mandlberggut"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-slt-intro\">Es gibt Geschichten, die sind so sch\u00f6n, dass man sie kaum glauben mag. Diese hier ist wirklich passiert. Es ist die von Katharina Warter und dem Rehkitz Lena, das kurz nach der Geburt von der Mutter verlassen wurde und am Mandlberggut eine neue Mama fand.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>\u201eF\u00fcr mich stand von Anfang an fest &#8211; ich wollte es versuchen dieses kleine Kitz zu retten.&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/em><br><em>Lena, so nannte ich es nun,&nbsp; wog gerade mal 1 kg. Normalerweise viel zu schwach, um es von Menschenhand aufzuziehen.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>So begann die besondere Beziehung von Katharina Warter und Lena. Ihr Leben hat das Rehkitz einer jungen Frau zu verdanken. Sie fand es&nbsp; in einem Bach und rettete es vor dem&nbsp; Ertrinken. \u00dcber Umwege kam es in die tierlieben H\u00e4nde von ihrer Adoptivmama Katharina. Wie Lena das Leben der passionierten J\u00e4gerin v\u00f6llig umdrehte, ihren Blick auf die Natur noch einmal sch\u00e4rfte und ihr den gr\u00f6\u00dften Vertrauensbeweis schenkte, den ein Tier einem Menschen \u00fcberhaupt machen kann, erz\u00e4hlte sie mir bei einem gem\u00fctlichen Plausch auf \u201aihrem\u2018 <a href=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/feinstes-vom-mandlberggut\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mandlberggut<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie kam denn die Lena in dein Leben?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Verbindung die ich mit der Lena gehabt habe, war eine ganz besondere. Bekommen habe ich sie am 18. Juli 2015 als frisch gesetztes (geborenes) Rehkitz. Ein Kilo schwer und sicher noch nicht auf den Beinen gewesen. So wurde sie von Wanderern gefunden und \u00fcber Umwege zu uns aufs Mandlberggut gebracht. Von mir sagt man ja, dass ich alles aufziehe, aber als ich sie zum ersten Mal gesehen habe, war ich ratlos. So klein, zerbrechlich und schm\u00e4chtig. Sie war sogar noch leicht feucht. Kann sein, dass sie im Wasser gelegen ist, oder ob das vielleicht wirklich noch von der Geburt war.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Foto-1-650x435.jpg\" alt=\"Ein Rehbaby, das auf einer braunen Decke mit einem bunten rosa und orange gemusterten Tuch ruht.\" class=\"wp-image-130108\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Was trinkt so ein Rehkitz \u00fcberhaupt? Ich hatte keine Ahnung. Gewusst habe ich, dass Kuhmilch nicht gut vertragen wird. Also habe ich herumtelefoniert und mich im Internet schlau gemacht. Von meiner Schwiegermama habe ich dann eine eingefrorene Biestmilch (Erstmilch f\u00fcr neugeborene S\u00e4ugetiere: sehr gehaltvoll und vitaminreich, hilft frisch Geborenen, schnell zu Kr\u00e4ften zu kommen) von einem Schaferl bekommen. Damit habe ich die Lena dann erst einmal gef\u00fcttert. Nach ein paar Tagen haben wir dann auf frische Ziegenmilch umgestellt, die wir jeden Tag vom Bauern geholt haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hattet ihr von Anfang an einen Draht zueinander?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ja. Ich war die Mama. Getrunken hat die Lena nur, wenn wir uns zuerst im Gesicht angestupst haben. Der K\u00f6rperkontakt war ganz wichtig. Dann habe ich mich \u00fcber sie beugen und ihr den Popo massieren m\u00fcssen. Das klingt jetzt vielleicht eigenartig, aber so war es wirklich.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>&#8222;Ein richtiges Lausdirndl.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Jedes Mal die selbe Prozedur. Ich hab ja nebenbei voll im Betrieb arbeiten m\u00fcssen und da war das schon manchmal sehr stressig. Denn wenn ich sie einmal nur nebenbei f\u00fcttern wollte, oder nicht mit voller Aufmerksamkeit dabei war, dann hatte sie eben auch keine Lust und machte keine Anstalten, zu trinken. Ein richtiges Lausdirndl.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20150814_171741-650x435.jpg\" alt=\"Eine Frau kniet im Gras und f\u00fcttert in einer gr\u00fcnen Umgebung ein kleines braunes Rehkitz mit der Flasche.\" class=\"wp-image-130106\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend ein Kitz trinkt, muss man den Popo massieren damit sie Kot ablassen kann. Das kann man auch in der Natur beobachten. W\u00e4hrend ein Junges bei der Rehgeis trinkt, leckt diese ihr den Popo.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warum ist das so?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Reiner Schutz vor R\u00e4ubern. W\u00fcrde das Kitz in der Wiese liegend Kot ablassen, dann k\u00f6nnte es der Fuchs riechen und finden. Und wie solche Begegnungen ausgehen, kann man sich vorstellen. Also hat die Natur daf\u00fcr gesorgt, dass es nur \u201ageht\u2018, wenn die Mama dabei ist und aufpasst. Also hab ich das imitieren m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Kleine hat dann wohl dein, bzw. euer Leben ziemlich durcheinander gebracht. <\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Lena hat ab dem ersten Tag in einem Lager in meinem Zimmer geschlafen. Alle zwei Stunden bin ich aufgestanden und habe sie gef\u00fcttert. Auch wenn ich selbst noch keine Kinder habe, kann ich mir sehr gut vorstellen, wie es ist, n\u00e4chtelang nicht zu schlafen. Rehkitze sind ja auch sehr empfindlich und es gibt viel zu beachten. Die Milch muss eine Temperatur von genau 38,5 Grad haben. Ist sie zu warm, verbrennst du die Kleine. Ist sie k\u00fchler, bekommt sie Bauchweh.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Juni-2015-650x435.jpg\" alt=\"Ein brauner Hund liegt an einem sonnigen Tag im Gras neben einem jungen Rehkitz.\" class=\"wp-image-130111\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Meine wichtigste Hilfe von Anfang an war unser Jagdhund, der Dasko. Der hat die Lena sofort akzeptiert, auf sie aufgepasst und mir sogar beim Popo lecken geholfen. Als Belohnung hat er dann immer die \u00fcbrig-gebliebene Milch auslecken d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wurde es mit der Zeit einfacher?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Einfacher schon, aber wir mussten uns viel erarbeiten. Die Lena hat im Gegensatz zu anderen Rehkitzen die ich gesehen habe, keinerlei Instinkt gehabt. Sie hatte keine Ahnung, was sie so fressen soll oder kann. Also habe ich ihr gelernt, dass man Gras frisst, indem ich es selbst gekaut habe und sie riechen hab lassen. Weil neugierig darauf, was die Mama so treibt, war sie schon. So hat sie dann selber angefangen zu fressen. Sie war generell ein Feinspitz und hat nur das Beste vom Besten gegessen. M\u00fcsli wollte sie nur von einer ganz speziellen Marke. Dann noch frisch-aufgew\u00fchlte Maulwurferde und Rosinen. Und nat\u00fcrlich Cocktailtomaten und Rosenbl\u00fcten. Da hat sie meinen ganzen Gem\u00fcsegarten zusammengefressen.&nbsp;<\/p>\n\n\n<div class=\"mag-gallery\"><div class=\"row\"><div class=\"col-6 col-sm-4\"><figure><a class=\"thumb-container\" href=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_7393-1280x1024.jpg\">\t<picture><source media=\"(min-width: 576px)\" srcset=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_7393-325x209.jpg 325w, https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_7393-249x160.jpg 249w\"><\/source><source media=\"(min-width: 0)\" srcset=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_7393-249x160.jpg 249w, https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_7393-325x209.jpg 325w\"><\/source><img decoding=\"async\" alt=\"Ein Rehkitz liegt auf Heu in einem Holzgehege, umgeben von Schalen mit Futter und Wasser.\" src=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_7393.jpg\">\t<\/picture><\/a><\/figure><\/div><div class=\"col-6 col-sm-4\"><figure><a class=\"thumb-container\" href=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2-Woche-1280x1024.jpg\">\t<picture><source media=\"(min-width: 576px)\" srcset=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2-Woche-325x209.jpg 325w, https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2-Woche-249x160.jpg 249w\"><\/source><source media=\"(min-width: 0)\" srcset=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2-Woche-249x160.jpg 249w, https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2-Woche-325x209.jpg 325w\"><\/source><img decoding=\"async\" alt=\"Ein Rehkitz mit wei&szlig;en Flecken liegt im Schatten unter einem belaubten Busch auf gr&uuml;nem Gras.\" src=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2-Woche.jpg\">\t<\/picture><\/a><\/figure><\/div><div class=\"col-6 col-sm-4\"><figure><a class=\"thumb-container\" href=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_4370-1280x1024.jpg\">\t<picture><source media=\"(min-width: 576px)\" srcset=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_4370-325x209.jpg 325w, https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_4370-249x160.jpg 249w\"><\/source><source media=\"(min-width: 0)\" srcset=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_4370-249x160.jpg 249w, https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_4370-325x209.jpg 325w\"><\/source><img decoding=\"async\" alt=\"Ein brauner Hund erschn&uuml;ffelt ein junges Reh in einem grasbewachsenen Garten mit Bergen im Hintergrund.\" src=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_4370.jpg\">\t<\/picture><\/a><\/figure><\/div><\/div><figcaption><\/figcaption><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hat sich das Leben nur in und um euer Haus abgespielt?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Am Anfang schon. Sie war wirklich sehr viel im Haus, hat dann aber langsam und z\u00f6gerlich begonnen, kleine Ausfl\u00fcge zu machen. Bis sie ein halbes Jahr alt war, war es auch ganz schlimm, wenn ich einmal weggefahren bin. Dann hat sie nichts mehr gefressen, nichts getrunken und hat auf gut-pongauerisch gesagt, gesponnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie ging es denn dann weiter? In der Natur nabelt sich ja das Kitz irgendwann von der Mutter ab.<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Genau. Die Lena hat bis nach dem ersten Winter ein gro\u00dfes Gehege im Garten gehabt, in dem sie sich frei bewegen konnte. Dann, im Fr\u00fchling, da war sie gut ein Jahr alt, war sie eigentlich frei. Ich habe ihr die M\u00f6glichkeit gegeben, zu gehen. Sie hat sehr gro\u00dfe Ohrmarken bekommen, damit sie die J\u00e4ger erkennen und nat\u00fcrlich habe ich viel herumtelefoniert, um gr\u00f6\u00dftm\u00f6glich auf sie aufzupassen. Sie ging dann auch wirklich auf Wanderschaft und wurde sogar in Filzmoos gesichtet. Als ich den Anruf bekommen habe, dass man sie gesehen hat, habe ich mir schon gedacht, Lena, muss es denn wirklich so weit sein?<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>&#8222;Unsere Verbindung ist nie abgerissen.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ist sie jemals zur\u00fcckgekommen?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ja freilich! Und ist dann nie mehr gegangen. Nach ca. einer Woche war sie wieder da. Und ist danach immer in der N\u00e4he geblieben. Jeden Tag hat sie mich von der Arbeit abgeholt und wir sind gemeinsam nach Hause spaziert. Da ist sie dann noch auf eine kleine Leckerei geblieben und dann ist sie wieder weggeh\u00fcpft. In der Natur ist die Trennung st\u00e4rker. Weil das n\u00e4chste Kitz auch wieder die volle Aufmerksamkeit der Mutter braucht. Unsere Verbindung ist nie abgerissen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Meine-kleine-Familie-650x435.jpg\" alt=\"Zwei l\u00e4chelnde Menschen mit einem Hund und einem Reh in einem Haus, alle eng beieinander und gl\u00fccklich.\" class=\"wp-image-130113\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Aber die Lena lebte trotzdem ein ganz normales Leben im Wald?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ja freilich, aber halt mit dem Beziehung zu mir, die auch dann noch besonders war. Ich habe sie nur rufen m\u00fcssen, dann ist sie schon geh\u00fcpft gekommen und hat dabei Freudenschreie von sich gegeben. Oder wenn ich F\u00fchrungen bei uns am Gut gemacht habe, hat sie pl\u00f6tzlich beim Fenster hereingeschaut, was den G\u00e4sten nat\u00fcrlich auch sehr gefallen hat.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><i>&#8222;Wenn dir ein Wildtier ihr eigenes Junges wieder bringt, dann ist das der&nbsp;gr\u00f6\u00dfte Vertrauensbeweis, den es gibt.&#8220;<\/i><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Sie hat dann auch eine Liebe gefunden, einen Rehbock und sogar den hat sie zu uns in den Garten mitgebracht. Sie hat ihn uns vorgestellt. Sie wurde von ihm beschlagen, also schwanger in unserer Sprache und hat dann ein Jahr sp\u00e4ter ihr eigenes Kitz bekommen. Die Luna. Nachdem sie eine ganze Woche nicht da war, sind die beiden dann pl\u00f6tzlich zu uns in den Garten und bei der Balkont\u00fcre hereinspaziert. Sie hat ihrer Mama ihr Kind gezeigt. So hat es sich f\u00fcr mich angef\u00fchlt. Ich war \u00fcberw\u00e4ltigt, weil es ja ein ganz starker Vertrauensbeweis eines Wildtieres ist, wenn es dir das eigene Kind auch wieder bringt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Trotzdem gab es f\u00fcr euch kein Happy End&#8230;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Lena war nach der Geburt sehr schwach. Nachdem sie dann auch noch irgend etwas schlechtes gegessen hat, wurde sie sehr krank. Ich hab mich intensiv um sie gek\u00fcmmert, trotzdem stand es schlecht um sie. Wir haben drau\u00dfen im Garten einen Platz hergerichtet, W\u00e4rmelampen organisiert und es so angenehm wie m\u00f6glich gemacht. Alle zwei Stunden habe ich die Lena gef\u00fcttert, dazwischen die Luna. In einer Nacht ist sie dann leider gestorben. Genau zwei Wochen sp\u00e4ter dann auch die Luna. Bei ihr wei\u00df ich leider gar nicht, woran das lag.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Du hast es nie bereut, dass du dich so intensiv auf die Lena eingelassen hast?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Nein, das habe ich nie bereut. Das war f\u00fcr mich ein ganz gro\u00dfes Geschenk. Und ich w\u00fcrde es immer wieder machen. Auch wenn ich mir w\u00fcnschen w\u00fcrde, noch viel mehr Zeit daf\u00fcr zu haben. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was soll man denn machen, wenn man ein Rehkitz, das ganz alleine ist, findet?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Zuallererst soll man es in Ruhe lassen. Auf keinen Fall angreifen, das ist ganz ganz wichtig! Denn auch wenn ich mich wirklich sehr bem\u00fcht habe, dass es die Lena sch\u00f6n hat, ich kann einem Wildtier nie das geben, was die Mama geben k\u00f6nnte. Also muss man zuerst weggehen und beobachten, ob das Muttertier wieder kommt. Nach ein paar Tagen kann man dann eingreifen und das Kitz mitnehmen. Ziegenmilch vom Bauern f\u00fcttern, diese nicht zu alt werden lassen und schauen, dass es das Kitz gut hat. Niemals den Popo massieren vergessen. Das ist das A und O. Sonst stirbt es.<\/p>\n\n\n\n<blockquote><p>&#8222;<em>Die Lena war f\u00fcr mich ein ganz gro\u00dfes&nbsp;<\/em><i>Geschenk.&#8220;<\/i><\/p><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-singlePost wp-image-130105\" src=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/12823026_1056716204366634_1016658879_o-650x435.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"435\"><\/figure><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Du bist nach wie vor J\u00e4gerin. Wie hat sich deine Einstellung zu diesem Thema durch die Lena ver\u00e4ndert?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ich habe eine starke Verbindung zum Rehwild bekommen und kann es auch mittlerweile viel besser einsch\u00e4tzen. Vom Alter her, aber auch was die Gesundheit des Tieres betrifft. Ich selektiere ganz stark und nimm noch viel weniger, als vorher. Da muss es triftige Gr\u00fcnde geben. Und wenn es wirklich darum geht, das Fleisch zu nehmen, gehe ich danach ganz stark in mich und bedanke mich bei der Natur. Dankbar waren wir immer, aber es ist heute noch einmal ganz was anderes.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Falls Sie selber in die Situation kommen, ein Rehkitz alleine im Wald zu finden, dann z\u00f6gern Sie nicht, sich bei Katharina am Mandelberggut zu melden und sich Rat zu holen. Die Kontaktdaten finden Sie auf der <a href=\"https:\/\/www.mandlberggut.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Website des Guts<\/a>.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-das-mandlberggut\">Das Mandlberggut<\/h2>\n\n\n\n<p>Was vom Mandlberggut kommt, ist gut. Das wei\u00df ich schon seit meinem ersten Besuch dort vor einigen Jahren. \u00c4therische \u00d6le mit gro\u00dfer Wirkung auf die Menschen, Hochprozentiges, das mit viel Hingabe und gro\u00dfem Wissen im Angesicht des Dachsteins gebrannt wird und ein einzigartiger Whisky, dessen Geschmacksnoten sich \u00fcber viele Jahre hinweg im ewigen Eis entwickeln d\u00fcrfen. Es wird Zeit, dass auch Sie einmal dem Mandlberggut einen Besuch abstatten&#8230; <a href=\"https:\/\/www.salzburgerland.com\/de\/magazin\/feinstes-vom-mandlberggut\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Lesen Sie hier weiter.&nbsp;<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Mandlbergweg 11<br>5050 Radstadt<br>T +43 6454 7660<br><a href=\"http:\/\/www.mandlberggut.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.mandlberggut.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eF\u00fcr mich stand von Anfang an fest &#8211; ich wollte es versuchen dieses kleine Kitz zu retten.&nbsp;&nbsp;&nbsp; Lena, so nannte ich es nun,&nbsp; wog gerade mal 1 kg. Normalerweise viel zu schwach, um es von Menschenhand aufzuziehen.\u201c So begann die besondere Beziehung von Katharina Warter und Lena. 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