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Sechs Mal auf den Mount Everest

54 Tage vorher

Da kommt er gerade aus meinem Drucker: der detaillierte Plan einer 15-Tage-Tour. Christina Gschwandtner, die bei der SalzburgerLand Tourismus GmbH Expertin für den Almenweg ist, hat die Tour für mich zusammengestellt. Sollte sie von dem verrückten Plan eines überambitionierten Piefkes überrascht gewesen sein, so hat sie das perfekt vor mir verborgen. Von Anfang an fand sie mein Vorhaben, den Salzburger Almenweg in zwei Wochen zu absolvieren, „interessant und mal was Neues“. Obwohl mein Rekordversuch den grundsätzlichen Charakter des Almenwegs torpedierte, mit Genuss, Muse und viel Zeit unterwegs zu sein. Christina stellte mir ein paar Fragen zu meiner grundsätzlichen Fitness. Und erarbeitete dann diesen persönlichen Tourenplan im Zeitraffer.

Bein Detailstudium werde ich aber blass. Die täglichen Gehzeiten liegen zwischen 7,5 und 11 Stunden. Abgesehen vom ersten Tag, der mit 4 Stunden eher unter die Kategorie Alpin-Aperitif fällt. Um ehrlich zu sein, ich kann mich nicht erinnern, in meinem Leben jemals 11 Stunden am Stück gegangen zu sein. Okay, das kann man noch trainieren. Aber was mich schwer nervös macht, sind die Höhenunterschiede. Die nähern sich an manchen Tagen der Marke von 2000 Metern.

Also eine ausgewachsene Bergtour pro Tag. Die kann man ein, oder zweimal in Folge machen. Aber 15 Mal? Und dazu noch eine Tagesdosis Jakobsweg, was die Gehkilometer betrifft.
Um ehrlich zu sein, ich hab´ mich vom Namen „Almenweg“ etwas aus die falsche Fährte locken lassen. „Almenweg“ – das klingt eher nach einem gemütlichen Spaziergang von Alm zu Alm. Im Wesentlichen auf einem Level. – Was es im Grunde ja für einen ganz „normalen“ Almenweg-Wanderer auch ist! Dass man ein bisschen rauf und runter muss? Okay! Aber in diesen Dimensionen wie ich sie mir vorgenommen habe! …

Ich zähle mal die Höhenunterschiede aller Tagesetappen zusammen und komme auf 22.905 Höhenmeter. Zum Vergleich: Der Mount Everest ist 8848 Meter hoch (circa – die diversen Messungen schwanken um einige Meter). Man besteigt ihn aber üblicherweise nicht vom Meeresspiegel aus, sondern aus bereits 5000 Metern Höhe. Netto macht das also 3848 Höhenmeter. Meine bevorstehenden 22.905 Höhenmeter bedeuten, dass ich innerhalb von zwei Wochen ganze 6 Mal den Mount Everest besteigen werde.

Zum Glück aber in Höhenbereichen, in denen noch reichlich Sauerstoff vorhanden ist. Die Maximalhöhe auf der Tour liegt bei 2500 Metern, der Tiefenrekord bei 600 Metern.
Was soll´s! Jetzt kann ich nicht mehr zurück. Und möchte eigentlich auch nicht. Es wird eine Grenzerfahrung für mich werden. Ein Vorstoß in neue Dimensionen meiner physischen und psychischen Leistungsfähigkeit. Und Leidensfähigkeit. Mehr als Scheitern kann ich nicht.

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