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Schneeschuhwandern für Anfänger

Schneeschuhwandern. Kann das was? Das habe ich mich schon länger gefragt. Normalerweise bin ich im Winter hauptsächlich auf Tourenskiern unterwegs: Also Raufgehen, Runterfahren. Aber Raufgehen und Runtergehen – ist das wirklich lässig?

Aber wenn man sich im Leben immer nur fragt, ohne dann auch etwas zu wagen, findet man nie die Antwort. Also: Rein in die Schneeschuhe! Und wenn schon, dann richtig, nämlich mit Anleitung vom Profi. Dieser war schnell gefunden: Herbert Reschreiter, Tourismusvereinobmann von St. Martin am Tennengebirge, ist zugleich Inhaber der BergFexSport Alpin- und Langlaufschule

„Nochschloapfen“ ist hier erwünscht

Er nahm mich mit auf eine geführte Schneeschuhtour mit einer lustigen Gruppe zur Höllalm. BergFexSport hat 30 top gewartete Schneeschuhe, die man vor Ort ausleihen kann. Was lernten wir Zuallererst? Dass man beim Schneeschuhwandern nicht schön zu gehen braucht, sondern „nochschloapfen“ darf (wie Reschreiter es auf gut Österreichisch nennt) bzw. sogar muss. Und, was mich gleich besonders freut, seine Schneeschuhe sind so konzipiert, dass man damit auch bergab rutschen und springen kann – wenn man mag. Es bleibt jedem selbst überlassen, wie „mutig“ er oder sie ist. 

Und dann „schloapfen“ wir auch schon im Gänsemarsch durch die verschneite Lammertaler Gemeinde, die gerade einmal 1.600 Einwohner zählt. Immer wieder machen wir Rast und der TVB-Chef und „Bergfex“ erzählt uns Wissenswertes über seine Gemeinde und erklärt uns die Lammertaler Bergwelt. So vergeht die Zeit wie im Flug. Und die knapp 100 Höhenmeter, die auf der gesamten Strecke zu bewältigen sind, schafft auch jeder aus unserer Gruppe mit links. Herbert Reschreiter zaubert aus seinem Rucksack dann sogar eine Flasche Bauernschnaps hervor, die mit großem „Hallo“ begrüßt wird. 

Das Wild braucht im Winter Ruhe

Immer wieder gibt es kurze Pausen, die die Teilnehmer zum Fotografieren nützen: Der verschneite Wald ist einfach zu schön! Aber auch Schneeschuhwanderer haben, ähnlich wie Tourengeher, Regeln, an die sie sich halten müssen. Die Naturlandschaft Salzburgs bietet nämlich nicht nur für Menschen Erholung und Spaß, sie ist auch ein Platz für Wildtiere und Pflanzen. Daher sollte sich jeder Naturnutzer an gewisse Regeln halten, die besonders gut in der Initiative „Respektiere deine Grenzen!“ aufgelistet sind. 

Auch darf die Lawinensituation nie unterschätzt werden! „Im freien Gelände gilt es, achtsam zu sein“, weiß Reschreiter: „Bei unserer Tour zur Höllalm besteht keine Gefahr, aber das ist nicht immer der Fall.“ Wer sich also als Schneeschuhwanderer tiefer in die Bergwelt vorwagt, der muss mit Lawinenpieper, Sonde und Lawinenschaufel ausgerüstet sein und auch wissen, wie man damit umgeht. Auch ein Blick auf www.lawine.at muss sein. Besitzt man keine Kenntnisse für Touren im freien Gelände, empfiehlt sich zur Sicherheit auf jeden Fall eine geführte Tour mit Experten. 

Zum Schluss auch noch Snowtubing

Unsere Tour endet nach 1,5 Stunden bei der Höllalm, wo eine gute Jause und ein heißer Tee auf uns warten. Hubert Hölls absolute Spezialität sind aber die gschmackigen Fleischkrapfen (auf Vorbestellung). 

Hinunter geht es in unserem Fall bequem per Rodel. Die Schneeschuhe können wir bei der Höllalm lassen, Herbert Reschreiter holt sie im Anschluss wieder ab. Und so findet diese Schneeschuhwanderung einen besonders lustigen Ausklang. Aber halt, das war noch nicht alles: Im Tal angekommen sticht den Teilnehmern noch die Snowtubing-Anlage von St. Martin am Tennengebirge ins Auge. Und da gibt es für einige kein Halten mehr! Für 2 Euro kann man hier einmal mit dem Lift hinauf und im Snowtube hinuntersausen. Beim Snowtubing gleitet man auf mit Luft gefüllten Schläuchen durch den Schnee. Das ist eine richtige Action!

Spätestens jetzt weiß man, warum sich St. Martin am Tennengebirge „Aktivdorf“ nennt. Es hat sich diesen Namen redlich verdient. 

Schneeschuhwandern. Kann das was? Auf jeden Fall! 

Fotos © Theresa Kaserer

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Kommentare

  1. geschrieben von Amelie Porter

    Dieses Jahr habe ich auch zum ersten Mal das Schneeschuhwandern ausprobiert. Den Urlaub im Salzburger Land haben wir in St. Johann verbracht, und die Gegend hat viele Orte zum Wandern geboten. Nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall wieder dort hin fahren.

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