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Komm, Kripperl schauen

Das Kripperlschauen in Salzburgs Kirchen, auf Adventmärkten oder in Museen zählt zu den schönsten Traditionen in der Weihnachtszeit. Eine kleine Anleitung für die ganz persönliche „Kripperlroas“.

Manche Augenblicke prägen uns mehr als die Zeit: Dieser Moment, in dem man als Kind im Advent die Stufen erklimmt, um einen Blick auf das Kripperl zu werfen, ist einer von ihnen. Stück für Stück eröffnet sich das Heilige Land, wie es vor über 2000 Jahren ausgesehen haben mag. So gut wie in jeder Pfarrkirche im SalzburgerLand findet sich eine Krippe: Mit Sicherheit ein Grund, warum der Brauch so beliebt und lebensnah geblieben ist.

Das Wunder der Geburt Jesu
Eingehüllt in weiße Tücher strahlt goldig das Jesuskind: Gut behütet von Maria und Josef, neugierig beschnuppert von Ochs und Eselein. Die Szenerie regt die Fantasie der Kinder an und sie spannt den Bogen zwischen dem christlichen Glauben an die Menschwerdung Gottes und dem Christkind, das dafür sorgt, dass an Weihnachten die Geschenke unterm Baum liegen. Nicht selten schütteln Mütter tadelnd den Kopf: So gerne würde man das kleine Kindlein selbst in den Arm nehmen oder das umgefallene Schaf wieder aufstellen.

Krippenbau-Workshops
Wie gut, dass es seit dem 18. Jahrhundert Brauch ist, auch im eigenen Zuhause Krippen aufzustellen. Nicht selten sind diese sogar selbst gebastelt: Der Landeskrippenverband Salzburg und seine Ortsgruppen bietet Krippenbau-Workshops für Erwachsene an. Auch in Saalfelden – der Heimatstadt des weltberühmten Salzburger Krippenbauers Xandi Schläffer – wird die legendäre „Saalfeldner Krippe“ alljährlich von Schülern nachgebaut. Eine jede Krippe ist ein kleines Kunstwerk für sich: So muten die Heimatkrippen wie rustikale Salzburger Almhütten oder kleine Bauernhöfe an, orientalische Krippen erinnern an das Heilige Land. Zu besichtigen in der Krippensammlung des Museum Schloss Ritzen.

Geliebtes Brauchtum
Die Darstellungen in der Krippe verändern sich im Laufe der Weihnachtszeit. Von der Darstellung des „Weißen Reiters“ am ersten Adventsonntag über die Herbergsuche ab 15. Dezember, Jesu Geburt am 24. Dezember bis zur Anbetung der Weisen aus dem Morgenland am 6. Jänner. Der 2. Februar markiert das endgültige Ende des Krippenkalenders sowohl in den Kirchen als auch in den Privathaushalten. Bis dahin hat man viel Zeit für eine Kripperlroas durchs SalzburgerLand: Etwa beim Salzburger Bergadvent im Großarltal, im Salzburger Heimatwerk oder beim Wolfgangseer Advent im Krippendorf Strobl mit großer Lebendtierkrippe.

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