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Kapuzinerberg: Ein Tor führt ins grüne Glück

Es ist ein Zauber, jedes Mal wieder. Gerade noch in Trubel und Treiben der Linzergasse unterwegs, durch Geschäfte gebummelt, Menschen beobachtet und übereifrigen Radlfahrern ausgewichen, steht man plötzlich vor einem Tor. Der Weg dahinter sieht zunächst beschwerlich aus, denn er ist steil. Das Tor jedoch ist groß und einladend, begrüßt mich jedes Mal wieder mit dem stillen Lächeln der Steine. Es handelt sich um das Tor, das zum Kapuzinerberg Eintritt verschafft.

Sobald man hier hoch geht, ist es ruhig. Keine Autos, wenig Menschen und es scheint, als wäre man so eben in eine ganz andere Welt eingetaucht. Natur, Stein und nichts, was noch an morderne Zeiten erinnert. Hat man das steilste Stück am Anfang geschafft, wird man gleich mit dem ersten wundervollen Ausblick belohnt. Alt-ehrwürdig, rustikale Gebäude stehen da, die Kirche St. Johannes und ein kleiner Tempel samt Stiege. Am Horizont: Die Stadt Salzburg, schon deutlich kleiner.

Es kann weiter gehen. Durch den Wald, an, im Wind wispernden Bäumen, zwitschernden Vögeln und im Laub raschelnden Eichhörnchen und Amseln vorbei. Immer begleitet von einem atemberaubenden Panorama über Salzburgs Dächer. Egal ob schneebedeckt im Winter oder mit sprießendem Grün, Blumen und Blüten im Frühling: Die Natur ist und bleibt ein spannendes Spektakel. Ganz oben wartet das Franziskaner-Schlössl auf einen, in dem man bei Bedarf auch einkehren kann. Oder man verzehrt die eigens mitgebrachte Brotzeit, lehnt sich an die Steinmauer und sieht herab auf Straßen, Häuser, die Salzach und die Landschaft mit Bergen, Hügeln und Seen. Wer will, dem steht sogar ein Fernrohr zur Verfügung.

Wieder runter führt dann der Basteiweg. Es wird vor ihm gewarnt, die Gründe hierfür sind mir noch immer nicht klar. Ich kann nur sagen: Mir ist nie etwas passiert. Es handelt sich um eine Stiege herab zu einem Weg, der wieder zurück zum Ausgangspunkt führt. Festes Schuhwerk ist allerdings wärmstens zu empfehlen. Viel schneller, als man denkt, ist man auch schon wieder zurück. Der Rundweg über den Kapuzinerberg ist nicht lang und dennoch hat man so eben einen Berg bestiegen: Ein tolles Gefühl.

Klingt meine Beschreibung pathetisch, zu abgehoben? Mag sein. Doch der Berg an der Linzergasse ist für mich ein magisches Gefilde: Nirgendwo sonst komme ich so gut zum Nachdenken. Ich kann dort richtig aufatmen und die Seele baumeln lassen. Es ist ein Stück reine Natur, mitten in belebter Altstadt. Für mich mein absoluter Logenplatz.

Fotografin: Marianne Reese

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Kommentare

Kommentare

  1. geschrieben von Josef Jakov

    Sehr verehrte „Salzburger Land“ Mitarbeiter,

    Mein Name ist Josef Jakov, ich bin in Salzburg aufgewachsen, lebe und arbeite aber schon viele Jahre im Ausland. Zur Zeit bin ich in Israel beschäftigt. Ich möchte Frau Christine Gnahn zu ihrem Artikel über den Kapuzinerberg zu gratulieren. Sie beschreibt genau das, was ich als Teenager dort erleben durfte. Der Kapuzinerberg hat in meinen Jugenderinnerungen einen speziellen Platz in meinem Herzen.
    Selbst heute noch, viele Reisen und Jahre später, denke ich gerne an diese Zeit zurück. Noch einmal vielen Dank Frau Gnahn für ihren Artikel. Ich wünsche Ihnen Allen noch einen angenehmen Tag und viele Gruesse aus Israel.

    Josef Jakov

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