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Ice Camp Kitzsteinhorn – Eine faszinierende Welt aus Eis und Schnee

Das Ice Camp im Gletscherskigebiet des Kitzsteinhorns in Zell am See – Kaprun begeistert bereits im 8. Winter mit einer stylischen Iglu-Architektur bei chilliger Musik und atemberaubenden Panorama auf 2.600 Metern.

Als bekennende Frostbeule bin ich gespannt: Chillen im Iglu des Ice Camps in der Gletscherwelt des Kitzsteinhorns. Da schleicht sich die wortwörtliche Bedeutung des Begriffs „chillen“ in meine Gedanken und vorsichtshalber breitet sich schon mal Gänsehaut aus.

Das Sonnendeck vor dem Ice Camp ist gut besucht.

Das Sonnendeck vor dem Ice Camp ist gut besucht.

Absolut chillig aber garnicht kalt!
Nach einer jubelnden Abfahrt im perfekten Pulverschnee über die weiten Hänge des Kitzsteinhorns schwinge ich am Plateau des Ice Camps ab. Einladend stehen die Liegestühle am Sonnendeck vor dem Iglu in Reih und Glied und zahlreiche Gäste haben sich dort bereits mit Drinks und Snacks zum Sonnen niedergelassen. Mit Sicherheit der beste Platz um mitten auf der Piste bei feinster Musik zu entspannen und das atemberaubende Panorama des Kitzsteinhorns zu genießen.

Mich aber zieht es zum Eingang drei miteinander verbundenen Iglus á 12 m Durchmesser und betrete staunend diese eisige Welt. Erste Überraschung: Es hat angenehme 0 °C – und somit ist es drinnen sogar wärmer, als in den sonnigen Liegestühlen. Die Welt erscheint mir plötzlich rosarot – was allerdings nicht an den Temperaturen, sondern an der wechselnden Lichtgestaltung des ersten Iglus liegt. Inmitten der Eiskuppel steht ein künstlerisch gestalteter Ofen – das knisternde, lodernde Feuer ist klarerweise nicht echt, und doch sind alle mit Rentierfellen belegten Eis-Stühle rund um den Kamin besetzt und die Gäste schauen verträumt in die flackernden Flammen. Denn auch wenn das Feuer und das Knistern von den in die von Eiskünstler Max Seibald kreierten Skulptur eingebauten Bildschirmen kommt – das Gehirn sendet automatisch die Botschaft: Wärme und Gemütlichkeit.

(Bilder Aufbau: c Ice Camp)

Der zweite Show-Iglu ist dem Sponsor des Ice Camps gewidmet und die Gäste scharen sich für ein Facebook-Erinnerungsfoto um den auf Hochglanz polierten feuerroten Wagen. Audi rückt in diesem einzigartigen Ambiente das Audi A5 Coupé mit dem legendären quattro Antrieb auf einer Rampe aus purem Eis ins rechte Licht. Per Knopfdruck wird die Kamera ausgelöst und am Terminal sendet man sein Bild vie Free-Wlan direkt ins Social Network. Wer sich nicht gerade von dieser automatischen Kamera fotografieren lässt, hat selbst das Smartphone in der Hand und das „Klick, Klick, Klick“ der begeisterten Handy-Fotografen begleitet mich auf Schritt und Tritt.

Coole Drinks an der Eisbar
Herzstück des Iglu-Komplexes ist die Eisbar, an der man wärmende Getränke – aber auch Eisig-Hochprozentiges trinkt. So erfahre ich, dass das das absolute In-Getränk ein Vodka aus Eisgläsern ist. Die mit internationalen Auszeichnungen hoch dekorierte Saalfelder Edelbrennerei Siegfried Herzog Destillate hat dafür erstmals einen exklusiven ICE CAMP Vodka kreiert. „Pure Glacier“ wurde der kraftvolle und klare Vodka getauft, der trotz der kühlen Temperaturen im ICE CAMP für eine angenehme Wärme von Innen sorgt.

Mit feinstem Sound vom eisigen DJ-Pult ist das mit Sicherheit die beste Möglichkeit um einen abwechslungsreichen Ski- und Snowboardtag herrlich ausklingen zu lassen. Ich jedoch lasse mir von der Ice Camp-Crew mehr über die Entstehung dieses eisigen Bauwerks erzählen. Chris Geissler und Andy Temschnig sind die Betreiber dieser vergänglichen Eiswelt, und was am Anfang des Winters in mühevoller Arbeit aufgebaut wird, wird ab April von den eisfressenden Sonnenstrahlen wieder dem Erdboden gleich gemacht.

Peter Schett, Mitarbeiter des Ice Camps erzählt von den Aufbauarbeiten: „Alles beginnt mit einer aufblasbaren Kuppel mit Eisenspinne. Diese „Bubble“ ist das temporäre Grundgerüst der Iglus, die mit Torbogengängen verbunden sind. Sobald Temperatur und Schneemenge es zulassen, wird mit dem Bau begonnen. Die Kuppel wird mit einer Holzverschalung versehen und mit einer Schneefräse wird Kunstschnee in die Verschalung verfrachtet. So entstehen die 2 bis 3 Meter dicken Wände, die sich rasch verfestigen und dadurch statisch selbsttragend sind. 8 bis 10 Personen arbeiten bei allen Witterungsbedingungen rund 6 Wochen an diesem Bauwerk. 60 Tonnen Eis und 5.000 Kubikmeter Schnee sind der Baustoff dieses beeindruckenden Gebäudes.“

Feinschliff mit dem Bügeleisen
Steht erst einmal der Iglu-Komplex, geht es mit Kettensägen, Meissel und – man höre und staune – Muttis Bügeleisen an den innenarchitektonischen Feinschliff. Die 800 Kilogramm schweren Eisblöcke für die künstlerische Innengestaltung werden aus dem nahen Bergsee geschnitten und mit Bagger und Pistenraupe zum Ice Camp transportiert. Dort lässt Eiskünstler und Bildhauer Max Seibald mit seiner Assistentin Anna Kramm die Kettensäge kreischen, um den Eisblöcken ihre endgültige Form zu geben. Poliert und abgerundet werden die Skulpturen und Einrichtungsgegenstände mit dem heißen Bügeleisen und die Sound- und Lichtinstallationen sorgen für ein unvergessliches Ambiente.

Beeindruckt von diesem Blick hinter die Kulissen lasse ich mich vor dem Iglu im Liegestuhl nieder und genieße den Ausblick auf den Gipfel des Kitzsteinhorns, wo die ersten Wolken eine frische Ladung Pulverschnee ankündigen.

 

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