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Hüttenwirt und Klimaschützer

Viele Wege führen auf das Hochgründeck und das Besondere an ihnen ist, dass sie zumeist interaktive Themenwege sind und zum Entdecken und Genießen schon beim Anstieg einladen. Sie nennen sich „Meditationswanderweg“, „Sportweg“, „Holz-und Baumlehrpfad“ oder „Musikwanderweg“ und starten von Bischofshofen, St. Johann, Wagrain oder Hüttau auf das Hochgründeck.

Unter den höchsten bewaldeten Gipfeln Europas (1.827m) und wunderschöner Aussichtsberg
Wanderer werden am Gipfel mit einem fantastischen Panoramablick auf über 300 Gipfel (wie etwa Hochkönig, Tennengebirge, Dachstein, Niedere und Hohe Tauern, Kitzbühler Alpen und Dientner Schieferberge) belohnt. Das ganz Besondere am Hochgründeck ist darüber hinaus das Heinrich-Kiener-Haus und dessen emsiger Hüttenwirt Hermann Hinterhölzl.

Regionale_Produkte SchutzhausHüttenrunde

 

 

 

 

„Als erste Bioschutzhütte des Alpenraums sind wir ein beliebter Treffpunkt für Wanderer, die bei einem gesunden Essen aus der Bioküche den phantastischen Rundblick genießen wollen“, so der Hüttenwirt stolz. „Selbstverständlich stehen auf der Speisekarte nur Speisen aus der Region, die stets frisch zubereitet werden. Die Zutaten, vor allem das Fleisch, Brot und die Milchprodukte beziehen wir von Bauern aus der Gegend, die mit großer Sorgfalt ihre Produkte erzeugen“.

Innovativer Klimaschützer
Hermann ist weit über das SalzburgerLand hinaus bekannt für seine innovativen Ideen und seine Beiträge zum Klimaschutz. Er ist seit 1999 hier Hüttenwirt und war zuvor 22 Jahre Hüttenwirt des Matrashauses am Hochkönig. Hier bewältigte er schon riesige Herausforderungen. Eines seiner größten Probleme war anfangs das fehlende Geld für Hubschrauberflüge, also startete er seine erste Saison mit Körperkraft und trug die nötigen Materialien alle selbst auf den Hochkönigsgipfel. Bereits im Jahr 1979 errichtete er am Matrashaus das erste Windkraftwerk. Sein größtes Ziel, das Matrashaus als erstes Haus in Europa mit solarer Wasserstofftechnologie vom Gletscher autonom zu betreiben, war noch nicht erfüllt, als das Schutzhaus 1982 ein Raub der Flammen wurde.

Neubeginn mit Schuldenberg
„Kurz zuvor hatte ich das Heinrich-Kiener-Haus am Hochgründeck als Altersversorgung gekauft und stand nur mehr vor einem riesigen Schuldenberg“, schildert er seine Misere. Das „Energiebündel“ Hinterhölzl schaffte den Wiederaufbau des Matrashauses zur fast autonomen technischen Hochburg. Doch nach über 700 Aufstiegen zum fast 3000m hohen Hochkönig, zog er sich nach 22 Jahren auf das Hochgründeck zurück, um sein Schutzhaus zum ökologischsten Hüttenprojekt Europas zu machen. Sehr bald erreichte er dieses Ziel: Kochen und Warmwasserversorgung funktionieren dank Photovoltaikanlagen, Windkraftwerk und Sonnenkollektoren. „Wir sind hier völlig autark“, betont Hermann. Seine Solarwasserpumpe läuft 100 Höhenmeter von der Quelle und durch spezielle Komposttoiletten spart der Hüttenbetrieb so über 100.000 Liter Wasser jährlich ein. Die Abwasserreinigungsanlage läuft über sieben Stufen.

„Meiner Meinung nach müsste jede Hütte durch alternative Energien betrieben werden, denn Ökologie rechnet sich im Beitrag zur Erhaltung der Natur“, meint der engagierte Klimaschützer. In diesem Sommer ist seine letzte Saison als Hüttenwirt gekommen, ab Oktober möchte er das Heinrich-Kiener-Haus an seinen Sohn übergeben.

Besonders stolz ist Hermann auf seine viele Auszeichnungen, wie etwa die jüngste: der „Rupert Virgilorden“, den er u.a. für sein Gesamtengagement für einen Kirchenbau (Friedenskirche am Hochgründeck), für sein führendes Engagement beim „St. Rupert Pilgerweg“ und für seine aktive Jugendarbeit erhielt.

 

 

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