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Ein neues Gipfelkreuz für den Lammkopf (2846m)

Es war im Jahre 1960, als der Lammkopf (oder Lamkopf, 2846m Höhe) bei schwierigsten Bedingungen sein erstes Gipfelkreuz erhielt. Einige mutige Bergsteiger halfen dem damaligen Leiter der Dientener Bergrettung, Josef Steinmetz, bei der mühevollen Aufstellung im hochalpinsten Gelände: Der Lammkopf liegt in einem der mächtigsten und landschaftlich eindruckvollsten Gebirgsstöcke unserer Alpen – des Hochkönigmassivs. Dieses schöne Kletter- und Bergsportparadies im SalzburgerLand lockt seit vielen Jahrzehnten Alpinisten aus der ganzen Welt zu traumhaften Touren.

Als die kräftigen Männer damals – am 13. August 1960 – das Gipfelkreuz zum Lammkopf tragen wollten, wurden sie auf halber Strecke durch einen heftigen Schlechtwettereinbruch überrascht. Aufgrund des starken Schneetreibens und eines gewaltigen Sturms mussten die tapferen Alpinisten ihren Transport damals auf halber Strecke abbrechen.

Im August 1960 gelang es den Männern das Gipfelkreuz innerhalb von zwei Tagen auf den Lammkopf zu transportieren.

Im August 1960 gelang es den Männern das Gipfelkreuz innerhalb von zwei Tagen auf den Lammkopf zu transportieren.

„Aber gleich am nächsten Tag, bei schönem Wetter, begann um 3:00 Uhr früh der Weitertransport des Kreuzes. Um 7:00 Uhr war der Lammkopf endlich erreicht. Die Aufstellung des Gipfelkreuzes war um 10:00 Uhr beendet“, schrieb der Schneidermeister aus Dienten bzw. Chef der lokalen Bergrettung, Josef Steinmetz, einst in die Chronik des Bergrettungsbuchs.

Schneefall verkürzte Bergmesse 
„Bei der damit verbundenen Bergmesse trübte sich der Himmel rasch und wieder setzte Schneefall ein, sodass die Feier kurz gehalten werden musste. Aufgrund des schlechten Wetters war die Besucherzahl ohnehin gering“, so hält es die Dientener Chronik fest. Außer den Dientener Bergfreunden waren nur eine Handvoll Bergretter aus Lend, Bischofshofen, Mühlbach sowie eine Vertretung des Touristenklubs Maria Alm anwesend. „Der Touristenklub übergab durch ihre Almer Vertretung ein Gipfelbuch, welches am Lammkopf hinterlegt wurde“, berichtete Josef Steinmetz.

Blitzschlag zerstörte Gipfelkreuz
Von da an wurden viele Jahre hindurch immer wieder Bergmessen am Lammkopf abgehalten. Doch im Jahre 2011 wurde das schöne alte Gipfelkreuz durch einen Blitzschlag zerstört. „Für uns Dientener Bergretter stand natürlich fest, dass wir unser Kreuz wieder aufstellen möchten“, so der nunmehrige Ortsstellenleiter von Dienten, Christoph Portenkirchner.
„Es war jedoch nicht einfach zu entscheiden, wie das neue Kreuz aussehen und wie wir das Projekt finanzieren sollten“, erzählt er. „Es ging ja nicht nur um den Bau des Kreuzes, sondern auch um den Transport und die Errichtung am 2846m hoch gelegenen Lammkopf.“
Glücklicherweise fanden die Dientener Bergretter einen großzügigen Sponsor: Der dortige Sprengelarzt Dr. Anton Landmann entschied sich dazu, die gesamten Kosten für die Planung, Errichtung und den Transport des Gipfelkreuzes zu tragen.
„Nachdem die finanziellen Sorgen wegfielen, brauchten wir jemanden, der das Kreuz plant und baut. Durch unseren örtlichen Tischlermeister sind wir dann auf das Holztechnikum Kuchl aufmerksam geworden und haben uns im Herbst 2012 mit den Lehrern Josef Moser, Manfred Lienbacher und Anton Vidreis, sowie mit den beiden Schülern Matthias Perner und Stefan Reiser zu einem ersten Gespräch getroffen. Es stand bald fest, dass die beiden Schüler im Rahmen ihrer Abschlussarbeit das Gipfelkreuz für die Bergrettung Dienten planen und bauen würden“, schildert Christoph Portenkirchner.

Abschlussarbeit der Schüler gewann HTK Award
Das neue Kreuz wurde schließlich von den Schülern des Holztechnikums Kuchl angefertigt und gewann – so ist man besonders stolz – den Preis für das beste Abschlussprojekt. „Matthias und Stefan haben uns am 7. Juni 2013 das Kreuz im Rahmen der Präsentation der Abschluss- und Diplomarbeiten im Holztechnikum Kuchl übergeben“.
Im Sommer 2013 wurde das Kreuz in Dienten am Dorfplatz aufgestellt und hätte am 14. September zum Lammkopf transportiert und dort im Rahmen einer kleinen Bergmesse aufgestellt und eingeweiht werden sollen. Doch auch dieser Transport gelang aufgrund der wechselhaften Wetterbedingungen leider nicht.
Doch kürzlich wurde das neue Gipfelkreuz im Rahmen der jährlichen Bergmesse auf der Erichhütte eingeweiht. Der Chef der Hubschrauberfirma Heli Austria, Roy Knaus, ließ es sich nicht nehmen und flog das Kreuz persönlich bei besten Wetterbedingungen auf den Lammkopf. Dort steht es nun endlich stolz an seinem endgültigen Standort und ist von allen umliegenden Gemeinden weithin gut sichtbar!

Fotos: Bergrettung Dienten

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