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Ein Jahr mit Ski-Superstar Marcel Hirscher…

Es waren aufregende zwölf Monate mit Marcel Hirscher: Am Wochenende ging die diesjährige alpine Ski-Weltcupsaison zu Ende und damit beenden wir auch die monatliche Lesereihe rund um den Salzburger Spitzenathleten. Viel Interessantes hat uns der weltbeste Skifahrer aus Annaberg verraten. Wir hingegen durften ihn begleiten: unter anderem auf dem Weg vom fünffachen zum sechsfachen Weltcup-Gesamtsieger in Folge. Wir ziehen den Hut. Und sagen: „Danke!“ Für die vielen gemeinsamen Momente und einen historischen Triumpf, mit dem die Geschichte des Skisports von einem Salzburger neu geschrieben wird.

6 x Overall und 45 Weltcup-Siege

Marcel Hirscher ist es gewohnt zu kämpfen: Und er tut das mit einem Höchstmaß an Ehrgeiz, Willenskraft und Stärke. In der Weltcupsaison 2016/17 hat Marcel Hirscher geschafft, was noch nie einem alpinen Skirennläufer zuvor gelungen ist: Sechs Mal holte er sich den alpinen Gesamtweltcup in Folge. Der Erfolg ist unter anderem auf die enorme Konstanz des Salzburgers zurückzuführen. Schon drei Wochen vor dem offiziellen Weltcup-Finale hatte der Superstar die große Kristallkugel und Kristall in Riesentorlauf und Slalom fixiert. „Ja, es war eine besondere Saison. Neunmal Zweiter und dennoch die wahrscheinlich erfolgreichste meiner bisherigen Karriere. Im Gesamtweltcup geht es eben darum, eine ganze Saison konstant Leistungen zu bringen. Bei der WM zählt nur der Tag X. Beides ist mir sehr gut gelungen und deshalb bin ich mehr als zufrieden“, fasste Marcel Hirscher den Winter zusammen.

Medaillen-Hattrick bei der Weltmeisterschaft in St. Moritz

Dabei war der Saisonstart für Marcel Hirscher recht durchwachsen: Obwohl er in Levi Platz 1 im Slalom belegte, gab ihm die Konkurrenz – allen voran Alexis Pinturault und Henrik Kristoffersen – in Folge so manche Denkaufgabe auf. Die beiden verbuchten mehr Siege, doch Marcel Hirscher bewies Konstanz: Er fiel nie aus und landete so gut wie immer auf dem Podest. Nach dem sechsten Platz im Jänner in Zagreb ging dann der Knoten sprichwörtlich auf: Intensive Trainingseinheiten und ein neues Set-up beim Material brachten die Saison auf Schiene. Der zweite Slalomsieg der Saison erfolgte in Kitzbühel. Dieser war zugleich die Steilvorlage für eine fulminante Weltmeisterschaft in der Schweiz: Marcel Hirscher war der erfolgreichste Athlet in St. Moritz, wurde Slalom- und Riesentorlauf-Weltmeister. “Das erste Mal, dass ich in meinen beiden Spezialdisziplinen bei einer WM gewinnen konnte. Dazu noch Silber in der Kombination. Was will man mehr?“ lachte Hirscher.

Mit 28 Jahren schon 14 Kristallkugeln

Dem Annaberger, der am 2. März seinen 28. Geburtstag feierte, gelang in diesem Winter ein Super-Coup: Er machte den Gesamtweltcup schon vor der Weltmeisterschaft klar! Auch wenn so manches Rechenbeispiel der Konkurrenz noch theoretische Chancen eingeräumt hat, zeichnete sich bereits im Februar ab, dass Marcel Hirscher auf dem besten Weg zum sechsten Gesamtweltcup-Sieg war. Den Sack machte er mit Gold im Riesentorlauf in Kranjska Gora Anfang März und damit schon drei Wochen vor Saisonende zu. Auch die Kristallkugel im Riesentorlauf war ihm mit diesem Sieg nicht mehr zu nehmen. Für Slalom-Kristall reichte ihm in Slowenien ein vierter Platz. Mit 14 Kristallkugeln zieht Marcel Hirscher nach diesem jetzt schon historischen Triumph mit dem Salzburger Ex-Skistar und Raiffeisen Kollege Hermann Maier gleich.

In einem Atemzug mit den Ski-Legenden

Zehn Jahre nach seinem Weltcup-Debut hat Marcel Hirscher erreicht, wovon andere Athleten nur zu träumen wagen: Der Salzburger wird schon jetzt in einem Atemzug mit Ski-Legenden wie Ingemar Stenmark, Toni Sailer und Hermann Maier genannt. Er hat den alpinen Skirennsport im 21. Jahrhundert neu definiert. Keiner gewann den Gesamtweltcup so oft wie er: Nur bei den Damen gelangt der Salzburgerin Annemarie Moser-Pröll in den 1970er Jahren ebenfalls der Sechsfachsieg. Eine Legende schon während der aktiven Karriere? „Ich kann damit wenig anfangen“, gesteht Marcel Hirscher. „Natürlich ist mir bewusst, dass gewisse Zahlen in der Statistik zu Vergleichen mit ganz großen Athleten der Vergangenheit animieren, doch das Wort Legende klingt mit 28 Jahren doch sehr seltsam.“

Von Aspen in den wohl verdienten Urlaub

Auch der Riesentorlauf beim Weltcup-Finale in Aspen war noch einmal eine einzige Machtdemonstration: Hirscher holte Gold, im Slalom belegte er Platz 4. Für Marcel Hirscher war es zwar eine Saison mit traumhaftem Ausgang, aber auch eine, die ihn viel Kraft und Energie gekostet hat, so betont er: „Ich werde nicht jünger und neben der körperlichen Anstrengung kommt auch die mentale Belastung dazu.“ Für den Ski-Star ist nun erstmal Schluss: Materialtests verschiebt der Salzburger auf das spätere Frühjahr und verabschiedete sich sogleich mit Freundin Laura in den verdienten Urlaub. Badehose und Sonnenbrille waren bereits gepackt.
Ein Bild, mit dem wir auch unsere Leserschaft gerne entlassen: Der Winter hat für den Salzburger Spitzensportler Marcel Hirscher den bestmöglichen Ausgang genommen.

Uns bleibt nur noch, ihm von Herzen zu gratulieren: Danke für einen grandiosen Winter 2016/17!

Besonderer Tipp!

So ganz können und wollen wir uns vom Weltklasse-Skifahrer aus dem SalzburgerLand nicht trennen: Daher wird es auch in Zukunft immer wieder interessante Neuigkeiten über Marcel Hirscher hier zu lesen geben. Schauen Sie einfach mal wieder rein!

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