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Die Spielwiese des Weltmeisters

Wer hätte das gedacht? Im SalzburgerLand leben nicht nur Skiweltmeister. Nein, im Tennengau, genauer gesagt im schönen Ort Kuchl, lebt und trainiert auch ein Motocross-Weltmeister. Seit letztem Jahr darf sich Matthias Walkner so nennen. 2012 hat er die Konkurrenz in Grund und Boden gefahren und sich souverän den Titel geholt. Ob seine neue Trainingsstrecke dafür verantwortlich ist, kann man nicht sagen. Ist auch nicht so wichtig. Viel wichtiger ist für Walkner, dass er sich seit 2010 viel Sprit spart. Musste er bis dahin oft stundenlang mit seinem Transporter fahren, um sein Motorrad auszupacken, liegt die X-Bowl, gleich um die Ecke.

X-Bowl? Klingt eher wie ein Partygetränk. „Der Name kommt von mir, ich dachte mir, da die Strecke in allen vier Himmelsrichtungen von Bergen umgeben ist, würde der Name Bowl gut passen. Und das X kommt vom Motocross“, erklärt Matthias Walkner. Er war auch in das Projekt aktiv involviert und konnte seine Erfahrungen mit einbringen.  Designt hat den Rundkurs Greg Atkins, einer der bekannten Streckenbauer weltweit. „ Die Strecke hat sicherlich internationalen Stellenwert, sie ist sehr technisch und flüssig“, erklärt Walkner weiter. Seit der Eröffnung ist sie auch seine Haupttrainingsstrecke geworden. „Es gibt nichts vergleichbares in der Umgebung“, meint er weiter.

Das sehen auch seine Kollegen so. Bis zu 100 Fahrer finden sich an schönen Wochenenden im Frühjahr hier ein, besonders, wenn keine Rennen sind, dann geht es in der X-Bowl ganz schön zu. Dabei können auch Einsteiger erste Versuche starten und auch Kinderschnuppertage werden hier immer wieder organisiert.

Und der Profi? Der testet seine KTM-Motorräder regelmäßig in der X-Bowl. Das Ergebnis sieht man jetzt schon in der Gesamtwertung der MX3-Weltmeisterschaft. Matthias Walkner ist wieder vorne dabei und fährt um den Gesamtsieg. Da fragt man sich auch, wann man denn einen WM-Lauf in der X-Bowl sehen kann? „Die Strecke ist noch nicht ganz fertig, besonders die Infrastruktur fehlt noch, aber daran wird gebaut“, erklärt er. Wer weiß, vielleicht geht er dann bald als Lokalmatador an den Start.

Bilder © Eva Walkner

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