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Die Perlenfädlerin der Mozartstadt

Sie verzaubert mit romantischen Perlenkreationen, die Frauen und Mädchen das Gefühl schenken, spontan als Prinzessin neugeboren zu sein: Alexandra Hagenstein.

Miyuki, ToHo und Delica. Einem Laien sagen diese Begriffe wohl wenig. Für Alexandra Hagenstein hingegen bedeuten sie ihren Broterwerb. Während andere vor Hightech-Computern sitzen und Exceltabellen befüllen, hält die 27-Jährige etwas ganz anderes in den Händen: Nadel, Faden – und kiloweise Perlen. Im Prinzip hat sich die Salzburgerin einen Klein-Mädchen-Traum erfüllt: Sie wurde Schmuckdesignerin.

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Was ist bezaubernder, der Schmuckbaum oder der Schmuck?

Gelernt hat Hagenstein eigentlich etwas ganz anderes. Doch unmittelbar nach dem Abschluss ihres Recht- und Wirtschaftsstudiums musste sie feststellen, dass die Arbeitsplätze rar gesät sind. Gerade frisch verheiratet und in das erste eigene Haus gezogen, schienen jedoch die Sterne gut zu stehen, um einem ungewöhnlicheren Pfad zu folgen. Hagenstein erinnerte sich, wie sie mit großem Spaß und Liebe zum Detail kleine Tierchen aus Perlen fädelte. „Dann habe ich irgendwo dieses Bild gesehen von handgefädelten, ja fast schon gewebten Ohrringen. Und da wusste ich einfach: Das ist es.“

Ein filigranes Handwerk
Das Know-How zu Technik und Materialien verinnerlichte sich die junge Frau nach und nach autodidaktisch. „Irgendwann ist man dabei, eigene Formen zu kreieren und orientiert sich nicht mehr an Lehrbüchern. Das ist unheimlich befreiend und wunderschön zugleich.“ Filigran und doch beständig wie ein gewebtes Stück Stoff: So könnte man die Ohrringe der Schmuckdesignerin beschreiben. Hier und da ein wenig niedlich und dann doch wieder majestätisch, wie etwas, das man zu einem bodenlangen Abendkleid tragen könnte.

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Kräftige und zarte Farben treffen aufeinander.

Ihre Zielgruppe sieht Hagenstein in „fröhlichen Menschen, die das Leben lieben und das gerne mit ihrer Kleidung und ihrem Schmuck ausdrücken.“ Gleich alles auf die Karte „Schmuckdesignerin“ zu setzen war dennoch nicht schon zu Beginn der Plan. „Ich habe meine Kreationen an meine Freundinnen verschenkt.“ Die Ohrringe kamen gut an, die Idee, das Ganze beruflich zu verfolgen, war geboren.

Kreativität meets Businessdenken
Seit diesem Frühjahr gibt es nun die Firma „Alexandra Hagenstein“ und glitzernd-funkelnde Perlenkreationen an einem weißen Schmuckbäumchen. Die erste Kollektion. Eine Freundin stand Model, eine Schulklasse übernimmt als Praxisprojekt das Marketing. „Sie haben mich gefragt und als junge Selbstständige kann ich Hilfe natürlich gut brauchen“, sagt Hagenstein und lacht. Doch wie jedes Unternehmen, kann auch das Schmuckgewerbe nicht ohne Zahlen und Betriebswirtschaft auskommen. Hier leistet Hagenstein das Studium kostbare Dienste – denn die Buchhaltung schmeißt sie selbst.

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Alexandra Hagenstein verwendet auch echte Perlen für ihre Arbeiten.

„Man macht sich da gar keine Gedanken, wieviel Aufwand hinter allem steckt. Aber ein Paar Ohrringe ist für mich doppelt und dreifach Arbeit.“ Eine Arbeit, die sie dennoch über alles liebe. Ihre Stücke beginnen bei einem Preis von 30 Euro – und können bis ins Unendliche gesteigert werden. „Ich lege viel Wert auf hochwertiges Material. In vielen Ohrringen sind beispielsweise echte Swarovskis eingearbeitet.“ Eine Hommage an eine Marke, die aus Österreich stammt.

Auch Auftragsarbeiten nimmt Hagenstein entgegen. „Je mehr Material und Zeit dafür aufgewendet werden muss, desto teurer wird das. Ist ja eigentlich logisch.“ Österreichische Handarbeit hat nun einmal ihren Preis. Wie sie da so sitzt, umgeben von Bergen an schillernden Perlen, Nylonfäden und Geschenktütchen, glaubt man auch wieder daran: Es gibt ein Leben fernab vom Computer und ganz nah bei der eigenen Leidenschaft.

Ihre Kreationen sind bald auf Alexandra Hagensteins Website und aktuell auf ihrem Facebookprofil bestellbar.

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