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Die Holleralmen

Der Schwarze Holunder, in Österreich „Holler“ oder „Holder“ genannt, ist eine der häufigsten Straucharten in Mitteleuropa. Seine Blüten und Früchte werden schon seit Jahrtausenden zu Heilmitteln, Lebensmitteln und Farbstoffen verarbeitet.
Unseren Vorfahren galt der Hollerstrauch im Garten als Lebensbaum und wer einen Hollerstrauch aushackte oder verstümmelte, dem stand Tod und Unglück ins Haus. Auch gegen Feuer und Blitze sollte der heilige Strauch die Bauernhöfe schützen.

Holunderbusch ©www.fuschlseeregion.comBauernkrapfen und Pofesen mit Hollerroester ©www.fuschlseeregion.com

Der alten Tradition des Hollers haben sich auch die Holleralmen rund um den Fuschlsee und Wolfgangsee verschrieben und bieten den Besuchern allerlei köstliches rund um den Hollerstrauch für Leib und Seele. Da werden auf der Stroblerhütte zum Beispiel ein Holler-Buttermilcheis, Palatschinken mit Hollermarmelade und Kalbsbraten mit Hollersauce serviert. “Der säuerliche Geschmack der tiefroten Beeren vermischt sich bestens mit Süßem und Salzigen”, sagt Hüttenwirt Günther Gusenleitner, kurz “Gusi”. Über 400 Jahre Almtradition gibt es auf der Schnitzhofalm mit eigener Bergkäserei – der Almkäse der Familie Schnitzhofer kann gleich vor Ort verkostet und gekauft werden.

Holundersekt ©www.fuschlseeregion.com

Auch zu den Holleralmen gehört in der Fuschlsee-Region die Grubenbachhütte, auf der man der Sennerin beim “Käsen” zuschauen und gegen Voranmeldung sogar mithelfen kann. Gelebte Bio-Almwirtschaft finden die Wanderer auch auf der Mayerlehenhütte, auch bekannt als “Gruberalm”, wo Sennerin Lisi ofenfrische Bauernkrapfen mit Hollerröster auftischt und Almbauer Werner waldpädagogische Spaziergänge anbietet. Auf der Latschenalmhütte der Familie Walkner gibt’s Lammgerichte aus eigener Zucht und sie ist besonders gut erreichbar für Familien mit Kindern und Senioren. Eine prächtige Aussicht auf Dachstein und Bischofsmütze wartet auf der Reithütte auf der Genneralm – dort kann man gegen Vorbestellung auch Schweinsbraten, Kasnocken oder Ripperl genießen.

SchnitzhofalmMayerlehenhuetteLatschenalmReithuette-Hintersee

Bei soviel Köstlichkeiten auf den Holleralmen des Salzburger Landes lohnt sich zum Abschluss noch ein Besuch in der Brennerei Primushäusl in Abersee: Der “Holunder-Blüten-Cuvee” der Familie Rieger wurde nämlich bei der Destillata 2011 zum Edelbrand des Jahres gekürt.

www.holleralmen.at

Hüttenfotos: SLTG und Hüttenbesitzer

 

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