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Die drei Waller Kapelle im Gasteinertal

Ein weiterer Logenplatz ist für mich der Bereich rund um die „Drei Waller Kapelle“ mit Blick ins Gasteinertal, sie befindet sich am Weg vom Dorfgasteiner Außenort Unterberg zur Kögerlalm. Das Gasteinertal war in der Frühzeit schwer zugänglich und hoch über der Talenge führte über einen Sattel ein Bergfad.  Auf diesem Sattel mit Blick Richtung Süden eröffnet sich das Gasteinertal. Im Hintergrund, mit Schnee auf den schroffen Bergspitzen reckt das Laderdinger Gamskar seine Gipfel  in den Himmel.

 

Die Sage der „Drei Waller“ erzählt, dass eins drei Männer aus Gastein barfuß ins Heilige Land pilgerten. Glückselig genossen sie dort den Anblick der Stätten, an denen der Herr einst gelebt und gelitten. „Herr! Durch Dein schmerzliches Leiden und Sterben wasch´unsere Seelen rein! Dann lass uns wiederkehren ins Heimatland Gastein!“ sollen sie gebetet haben. Mit dem Wunsche um ihr Seelnheil verbanden sie immer wieder die Sehnsucht nach der fernen Heimat. Auf ihrer Rückreise aber ereilte sie Unglück über Unglück. Schwer lasteten die Mühen dieser Rückfahrt auf den Männern. Verbrannt von der Wüstensonne, mit wunden Füßen und nach verheerenden Sandstürmen waren sie dem Verdursten nahe. Sie wären wohl erschöpft liegen geblieben, hätten ihnen nicht die Gedanken an ihre Heimat immer wieder Kraft gegeben, alles zu überwinden. In einem furchtbaren Sturm auf hoher See war ihr Schiff weit abgetrieben worden, uns sie glaubten sich schon verloren. Doch schien sich Gott ihrer noch einmal zu erbarmen und ließ sie wieder Land erreichen. Als sie endlich wieder herauf in die Alpen kamen, hüllte sie die Schrecknisse der Gebirgswelt ein. Unwetter und Hochwasser versperrten ihnen die Wege, Lawinen stürzten donnernd zu Tal. Noch einmal aber wurden sie dem Leben geschenkt, auf dass ihr Herzenswunsch in Erfüllung gehe. Kaum noch vermochten sie sich aufrecht zu halten nach all den überstandenen Mühsalen und Gefahren, als sie endlich nach vielen Monden wieder die Höhe über ihrem Heimattal erreichten. Glückstrahlend blickten sie hinein in das liebe Tal, auf das Silberband der Ache und die vertrauten Wälder, Bergeshöhen und Gletscher, die es umkränzten.

Vor grenzenloser Freude fielen sie einander in die Arme! In diesem Augenblick aber standen ihre Herzen still! Der liebe Gott hatte sie die Heimkehr noch erleben lassen und sie hierauf gnädig mitten in ihrem höchsten Glück zu sich genommen. Ihrem Andenken ist dieser Platz geweiht und trägt heute noch ihren Namen.

Drei Waller Kapelle.
Sie wurde an jener Stelle errichtet,
an der die drei Pilger verstarben.

 

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