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Die besten Feuerwerke weltweit kommen aus Salzburg

Ein Salzburger Feuerwerker mischt  bei Großevents die Szene auf. Seit 23 Jahren gilt Christian Czechs Leidenschaft den Feuerwerken.

Ein Salzburger Feuerwerker mischt  bei Großevents in der Szene mit. Seit 24 Jahren gilt Christian Czechs Leidenschaft den Feuerwerken. Vom begeisterten Schüler, der in Apulien mithelfen durfte  bis zum Firmenchef der Pyrovision GmbH. war es ein weiter Weg, doch heute besitzt der Salzburger Christian Czech die erfolgreichste Firma im Bereich Großfeuerwerk für Events und Spezialeffekte für Film und Fernsehen und ist einer der Wenigen, der diese seltene Arbeit nicht als Nebenjob oder Hobby – sondern als Hauptberuf  ausführt.

Auch diese Branche werde zunehmend schwieriger, erzählt er. Seit 2010 wurden Silvesterfeuerwerke für den Amateur per Gesetz liberalisiert, für die Profis aber eher noch verschärft. Nun darf jeder zu Silvester Feuerwerkskörper mit bis zum zehnfachen Pulvergewicht (statt 50 Gramm Raketen 500 Gramm) zünden und statt 18 muss man nur mehr 16 Jahre alt sein. Jedes kleine Fest in seinem Dorf  hat mittlerweile seinen mehr oder weniger gut ausgebildeten passionierten Hobby-Feuerwerker, doch fehlt aufgrund der eher dürftigen Auftragslage für Profis vielen ganz einfach die Erfahrung. Für Großaufträge wie die, die Christian Czech mit seinem Team übernimmt, braucht es eine funktionierende Infrastruktur wie Abschussvorrichtungen, Gefahrgut-geprüfte Fahrzeuge und Lager, international ausgebildete Pyrotechniker und modernste Funkzündsysteme.

Wenn man z.B. von mehreren Hausdächern gleichzeitig zündet wie 2001 bei der Museumseröffnung in Wien, oder bei Hubert Lepkas Open Air Theater „Hannibal“ vom mehr als 40 Positionen über mehr als einen Kilometer braucht eines der besten Systeme der Welt, um solche Feuerwerke überhaupt durchführen zu können.

Musik-Synchronität sei bei Riesenevents im In- und Ausland meist Vorgabe und die Größe der Spielfläche oft ein Problem, da sich Schall langsamer ausbreite als Licht.

Im Ausland werde deshalb immer mehr mit lokalen Radiostationen synchronisiert, verrät der Pyrovisions-Chef; – Eine der ziemlich aufwändigen technischen Lösungen, um Feuerwerke von vielen Positionen für große Menschenmengen überhaupt Musik-synchron zu ermöglichen.

Kugel- oder zylinderförmige Bomben werden aus Abschussmörsern in genau definierte Höhen am Himmel gefeuert. Für jede einzelne dieser Bomben braucht man daher ein Abschussrohr.

Logistische Herausforderungen
Die Linzer Klangwolke „Feuerwelt“ 2011 war das bisher größte österreichische Feuerwerk als einstündiges Hörspiel vom Salzburger Regisseur Beda Percht und bebildert mit mehr als 5000 verschiedenen Feuerwerkskörpern vom Salzburger Feuerwerker Christian Czech und seinem Team. Dabei  waren 20 Pyrotechniker mehr als eine Woche mit dem gewaltigen Aufbau von 54 Positionen wie Hochhausdächern, Schiffen, Kleinkränen und sogar einem Flugzeug beschäftigt.

Pyrotechnik für die letzten beiden Ski WMs in Schladming und Garmisch oder der Jugend-Olympiade am Innsbrucker Bergisel zählen genauso zu seinen Aufträgen wie Feuerwerke an der Croisette  in Cannes, der Burg Spielberk im tschechischen Brünn, dem Belgischen Nobelbadeort Knokke oder dem Nationalfeiertag in Bahrain.

Wer jetzt hinter Czech ein Riesenteam an Angestellten vermutet, irrt. Fix sind nur zwei Mitarbeiter. Ein gut organisiertes Heer von ausgebildeten freien Mitarbeitern verstärkt das Team  in der „Saison“ zwischen Mai und Oktober und vor allem zu Silvester, wo Innsbruck (3), Wien, Salzburg (2), Saalbach, Hinterglemm, das Casino in Klessheim und Veranstaltungen in anderen Orten gleichzeitig am Plan stehen.

Per Computerprogramm wird das Feuerwerk der Musik angepasst. Die Software dazu kommt von einer bayrischer Firma, die mit Czech gemeinsam ihre Programme weiter entwickelt.

Salzburger Großprojekte
Bei Großprojekten ist der Chef selbst immer vor Ort und kümmert sich um Vorgaben von Naturschutz und  Denkmalschutz und ebnet Probleme im Vorfeld.  In Salzburg kennt man ihn vom Dultfeuerwerk, vom Rupertikirtag, und dem Silvesterfeuerwerk. Das seien aber kleine Arbeiten im Vegleich zu den internationalen Aufträgen, so Czech.
Auch bei Feuerwerkswettbewerben war Pyrovision auf den weltgrößten Bewerben dabei und da immer im Spitzenfeld zwischen 1. bis 3. Platz und das obwohl Österreich keine Feuerwerksnation ist. In Cannes bekamen sie den Spezialpreis der Jury oder das Goldene Bouquet in Chantilly.

Für Filme wie Black Hawk Down wurden Effekte zugeliefert. Und bei der Red Bull Airshow war der Salzburger für die Sicherheitspyro zuständig.

Pyrovision GmbH
Zillertalstr. 34/ G5
5020 Salzburg
+43 662 424984
www.pyrovision.at

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