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Aus der Sicht eines Skilehrers

Skifahren lernen unter professioneller Anleitung ist eine feine Sache. Wer könnte einem die richtige Technik und alles, was sonst noch so dazu gehört, um die richtigen Schwünge in den Schnee zu setzen, besser beibringen, als ein ausgebildeter Skilehrer. Und wie geht es dem Skilehrer dabei? Bendix Holtgraefe hat uns darüber berichtet:

Ich erinnere mich noch daran, als ob es gestern gewesen wäre. Manchmal im Leben begegnet man Leuten, die einen unglaublich beeinflussen. So geschah es mir mit einer Bekannten, die mir davon erzählte, wie sie als Skilehrerin in Österreich und sogar Neuseeland gearbeitet hat. Mir blieb der Mund vor Staunen offen. Für Österreicher mag es etwas Alltägliches sein,  auf Skilehrer zu treffen. Für mich als Hamburger, wo der höchste Berg mit 116 Metern über dem Meeresspiegel nicht gerade zum Skifahren einlädt, ist es das sehr wohl.

Ich war schon immer ein begeisterter Skifahrer, bin aber nie über den Status als Tourist hinausgekommen. Nach diesem Treffen aber habe ich mich in den Gedanken verliebt, in den Bergen zu leben und jeden Tag Ski zu fahren. Im darauffolgenden Winter habe ich dann also meine Sachen gepackt und bin aus dem hohen Norden Deutschlands in die hohen Berge Österreichs gezogen.

Übung macht den Meister

Zu Beginn der Saison habe ich die 10-tägige Ausbildung zum Skilehrer Anwärter abgeschlossen und dort schon unglaublich schöne Erinnerungen gesammelt. Während der Ausbildung habe ich viele Österreicher, Dänen, Holländer und sogar Engländer kennengelernt und viel über die richtigen Lehrmethoden, Übungen, richtiges Skifahren und Notfall-Situationen gelernt.

Auf nach Mühlbach am Hochkönig

Nach 10 aufregenden Tagen ging es dann nach Mühlbach am Hochkönig, meiner  Heimat für die nächsten vier Monate. Da es noch früh in der Saison war, habe ich zu Beginn viel Zeit bekommen, um mich in diesem 1.000 Seelen-Dorf zurechtzufinden und das Skigebiet kennen zu lernen. Nach einer Woche war es dann soweit und ich durfte mein neu gewonnenes Wissen als Skilehrer meiner ersten Erwachsenengruppe näherbringen. Die Gruppe bestand aus zwei in London lebenden Inderinnen, einer Ärztin und einem Familienvater, die alle vorher noch nie auf Skiern gestanden waren.  Durch die tolle Ausbildung und einen exzellenten Chefskilehrer fühlte ich mich von Anfang an sehr sicher und meine Gäste lernten schnell. Nach nur 3 Tagen konnten wir die erste blaue Abfahrt bewältigten und von da aus ging es dann weiter in den Rest des Skigebiets.

Die erste Gruppe steht erfolgreich auf Ski

Vielfältige Herausforderungen

In den kommenden Wochen brachte ich vielen verschieden Gruppen und Familien das Skifahren bei und mir war da schon klar, dass mir diese Zeit als eine der schönsten meines Lebens in Erinnerung bleiben würden.
In der Weihnachtszeit musste ich mich dann der bisher größten Herausforderung stellen: ich bekam eine Gruppe von 13 7- bis 10-jährigen Jungs zugeteilt. Aber meine anfängliche Sorgen war umsonst, gleich vom ersten Tag an haben wir uns alle ins Herz geschlossen und mit der Unterstützung meiner Kollegen wurde auch diese Herausforderung mit Bravour gemeistert. Die Zeit in Mühlbach verging viel zu schnell. Neben meiner Tätigkeit untertags habe ich auch die vielen vergnüglichen Stunden als Après-Skilehrer sehr genossen.

Als Skilehrer gut sichtbar in rot-weiß-rot

Das SalzburgerLand, speziell Mühlbach mit dem gewaltigen Hochkönig immer im Hintergrund, ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe mich hier schnell zuhause gefühlt. Nach diesem unglaublich schönen Winter ging es dann zurück in die Heimat. Aber eines Tages komme ich wieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos © Bendix Holtgraefe

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