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Auf allen Gipfeln ist Genuss

„Art de vivre“ sagen die einen, „feine Lebenskunst“ die anderen. In den Salzburger Bergen kann man nicht nur bei besten Bedingungen Skifahren, Snowboarden und herrlich Entspannen, sondern auch sehr gut und an manchen Orten überraschend essen. Neugierig geworden? Dann kommen Sie mit uns zu drei ungewöhnlich köstlichen Adressen.

Was gibt es Schöneres, als nach einem Skitag in den Bergen in einer der urigen Hütten einzukehren und mit Blick in die Speisekarte festzustellen, dass man dem Genusshimmel sehr nahe ist? Im SalzburgerLand bietet der „Via- Culinaria“-Genussweg für Hüttenhocker eine besondere Auswahl an Hütten mit Haubenpotenzial, und manch einer wird seinen Ski- tag vielleicht abkürzen, um sich dem puren Genuss schon ein wenig früher zu widmen. Ein Grund, dies zu tun, ist zum Beispiel die Garnhofhütte in Altenmarkt-Zauchensee.

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Genuss und Brauchtum
Helle Naturtöne, schöne Lodenstoffe, duftendes Zirbenholz – all das zeugt vom liebevollen Geschick der Wirte, die diese Hütte zu einem Erlebnis für alle Sinne gemacht haben. Tina und Hermann Wieser verwöhnen ihre Gäste mit einer außergewöhnlichen Mischung aus Salzburger Hausmannskost auf höchstem Niveau und koreanischen Spezialitäten. Der Grund ist Tinas Geburtsland Korea, die Liebe hat sie in die Berge gebracht, und nun kocht sie gemeinsam mit ihrem Mann auf den Punkt gegarte heimische Rinderfilets am Lavastein oder feine Topfenpalatschinken ebenso wie Bergkäse-Frühlingsrollen und Makis. Dass man zum unwiderstehlichen Schoko-Nuss-Kuchen einen perfekten Espresso bekommt, verwundert einfach nicht mehr. Ebenso wenig, dass hier Brauchtum keine Worthülse ist, sondern zum Beispiel mit dem Anglöckeln gelebte Tradition gepflegt wird. Anglöckelnächte sind die drei Donnerstage vor Weihnachten, und diesen Zauber einer besonderen Winternacht, verbunden mit den Köstlichkeiten aus der Küche, vergisst niemand so schnell – Entschleunigung und Kindheitserinnerungen inklusive.

Feine Alpine Cuisine
Nicht eine Jahreszahl, sondern die Höhenmeter haben dem Treff 2000 seinen Namen gegeben. Er liegt neben der Mittelstation der Sesselbahn Grünwaldkopf, und wer hier Lederhosen und alpinen Kitsch sucht, sucht vergebens. Stattdessen findet man einen Wirt, der ein Haubenkoch ist: Franz Fuiko, auch bekannt als Küchenchef des „Carpe Diem“ in der Salzburger Altstadt. Und man entdeckt eine gelungene Mischung aus Skibar, in der das altmodische Skiwasser seinen Platz neben dem Flying Hirsch gefunden hat, Stube und Terrasse zu ebener Erde, in der man sich selber bedienen kann. Und dann einen ersten Stock, in dem jedes Gourmetherz beim Blick in die Speisekarte höher schlägt.

Und so delektiert man sich vielleicht an einem perfekt abgeschmeckten Kalbsrahmbeuschel, an Backerln vom Wollschwein mit Pilzen, einem Rücken vom Black Angus Beef, wunderbaren Spareribs oder würzig-knusprigen Almkasnocken. Und für Naschkatzen gibt es flaumige Topfenknödel auf Marillen- röster oder einen Kaiserschmarrn, zu dem auch der Namensgeber „Sie“ gesagt hätte. Die Weinkarte liest sich wie das Who’s who jedes Weinguide, und wer einen Bordeaux Château Angélus mit Blick auf das atemberaubende Bergpanorama genießt, ist sich sicher, dass solche Engel wahrhaft himmlische Wesen sein müssen.

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Tradition seit 1891
„Guat und Gnuag“ ist das Motto der Familie Kößlbacher, in deren Besitz die urige Kößlbacheralm seit 1891 ist. Früher tummelten sich hier Kühe und Schweine, heute erfreuen sich in der Hütte hungrige Einkehrschwinger, die das Ursprüngliche schätzen an der Lungauer Kost mit Tradition. Serviert von Andreas Kößlbacher.
Und so geben sich auf den Tellern Hasenöhrl, Bauernkrapfen, Hüttenburger und Almtoast ein Stelldichein, alles hausgemacht mit Produkten der Lungauer Biobauern. Und in den Schüsseln tummeln sich Kasknödel in einer kräftigen Rindsuppe und davon nicht zu wenige. Einfach „guat“, sicherlich „gnuag“!

Zum Abschluss lockt nicht nur das Alpenpanorama, sondern auch ein Schneeflockerl. Das ist in diesem Fall ein Eierlikör mit Sahnehäubchen. Und wer Lust hat, die Hütte exklusiv als Event-Location zu nutzen: zwischen zehn und vierzig Personen finden darin Platz.

Über allen Gipfeln ist Ruh’? Ja, auch, aber in den Salzburger Bergen heißt es: Auf allen Gipfeln ist Genuss!

Ilse Fischer, Gourmet-Journalistin, Falstaff-Redakteurin Westösterreich. Kultur- design & Unternehmenskultur. Lebt und arbeitet in Salzburg.

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