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130 Jahre Wetterwarte Sonnblick

Skitourengeher und Wanderer kennen den Sonnblick als einen der schönsten Gipfel im SalzburgerLand. Am Gipfel des 3106 m hohen Berges steht das Sonnblick Observatorium und das schon seit 130 Jahren.

Am 2. September 1886 wurde das Sonnblick Observatorium eröffnet. Die Meteorologen Julius von Hann und Ignaz Rojacher waren damals die großen Unterstützer der Initiative zum Bau des Observatoriums. Eigentlich hätte es ein Jahr früher eröffnet werden sollen, doch aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wurde der Bau erst 1886 fertig gestellt. Auch, dank privater Spenden und Unterstützung der Österreichischen Gesellschaft für Meteorologie. Heute noch ist es das höchstgelegene ganzjährig betriebene Observatorium der Welt. Es wird von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) gemeinsam mit dem Sonnblick-Verein im Nationalpark Hohe Tauern betrieben und liefert durch die ganzjährige Besetzung vollständige Daten vieler Jahre, die für die Klimaforschung bedeutend sind. Somit kann das Observatorium die längste ununterbrochene Klimazeitreihe für das Hochgebirge abbilden.

Der Hohe Sonnblick mit dem Observatorium liegt in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern. Der Gipfel ist nur zu Fuß,  im Winter mit Tourenskiern zu erreichen. Der Aufstieg dauert zirka fünf Stunden und ist nur für erfahrene Alpinisten zu empfehlen. Mitarbeiter des Observatoriums können bei guter Witterung auch mit der Materialseilbahn hoch zum Gipfel fahren. Die Arbeitsbedingungen im Observatorium sind rau. Eine Schicht dauert 15 Tage, dann sind jeweils zwei Mann vor Ort, um die Wetterwerte zu messen. Über 11 Monate herrschen dort oben winterlichen Bedingungen und über 350 Heiztage zählt das Observatorium. Der Schichtwechsel hängt auch vom Wetter ab, nur bei guten Bedingungen können die Mitarbeiter hoch zum Gipfel und wieder runter in das Tal fahren. Seit dem 2. September 1886 war das Observatorium nur an drei Tagen im November 1918 nicht besetzt.

Seit den Anfängen des Observatoriums hat sich auch einiges geändert und man hat Geld in die Modernisierung gesteckt. So wurde 1986 der Neubau des Observatoriums fertig gestellt, acht Jahre später wurde die Talstation neu errichtet.

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